
Ich hatte mir vorgenommen, mein Jahr 2025 mit möglichst vielen Neuerungen zu bereichern. Neues auszuprobieren, neue Menschen kennenzulernen, neue Pfade einzuschlagen oder unbekannte Gebiete zu erkunden. Außerdem wollte ich einige Punkte endlich abhaken, die schon seit Jahren auf meiner Liste standen. Aus Gründen.
Rückblickend kann ich sagen, dass ich mir diese Vorsätze tatsächlich erfüllt habe, wenn auch nicht immer so wie erhofft. Dabei durfte ich viele positive Erfahrungen sammeln, aber nicht ausschließlich. Doch das gehört zum Leben dazu. Man wird nicht jeden Weg mögen durch den man geführt wird, aber jeder formt auf spezieller Weise. Manchmal auch nach dem Motto: Was mich nicht tötet, macht mich stärker.
JANUAR 2025

Im ersten Monat des Jahres fuhren wir nach Stuttgart. Mein Ziel war der Besuch der Stadtbibliothek, deren ikonisch-moderne Architektur mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Seit Jahren stand der Besuch auf meiner Liste und immer kam etwas dazwischen. Zuletzt hatte ich es im Sommer 2024 versucht, stand jedoch Aufgrund von Umbaumaßnahmen vor verschlossenen Türe.
Meine Schwester gesellte sich spontan dazu. Gemeinsam betraten wir endlich den riesigen Kubus. Die Eintrittshalle vermittelt auf den ersten Blick eher den Anschein, als hätte man ein modernes Firmengebäude betreten, welches eine Werbeagentur oder Ärzte beherbergt. Sehr clean und offen konzipiert. Ich muss offen gestehen, ich mag diesen laborartigen, sterilen Look eigentlich gar nicht, dennoch hat es mich irgendwie „abgeholt“. Die großflächigen, lichtdurchfluteten Räume haben durchaus etwas futuristisches. Die Atmosphäre ist einzigartig und so dass der Besuch zu einem besonderen Erlebnis wird. Unbedingt zu empfehlen!





Einziger Kritikpunkt: Die Stadtbibliothek in Stuttgart besitzt eine große Dachterrasse. Wir erfuhren, dass diese generell öffentlich nicht zugänglich ist. Das ist meiner Meinung nach extrem schade und verschenktes Potential, denn es bietet sicher einen tollen Aussichtspunkt auf die Stadt. Zudem würde es Stuttgart um einen besonderen Hotspot bereichern. Vielleicht könnte man am Tag zeitlich begrenzten Zugang anbieten, für eine kleine Eintrittsgebühr und nicht nur für eine Show oder im Rahmen einer Ausstellung. Es würde definitiv mehr Touristen in die Stadt locken.
Mit dem Besuch der Stadtbibliothek hatte ich einen längst verstaubten Punkt auf meiner „unbedingt besuchen“-Liste abgehakt.
Der Monat war zudem von einer spontanen Entscheidung geprägt: die Suche nach einer neuen Wohnung. Ein aufregender Schritt nach über 17 Jahren. Wir dachten, näher bei der Familie und an meiner Arbeitsstätte zu wohnen hätte viele Vorteile, doch leider war nichts passendes dabei. Erschreckend zudem wie hoch die Mietpreise mittlerweile gestiegen sind! Also habe wir diesen Schritt vorerst auf unbestimmt verschoben.
Lektion des Monats: Grübeln über den schlechten Ruf von Stuttgart innerhalb Deutschlands und die ungenutzten Potentiale in der Stadt. Dabei könnte sich Stuttgart so viel schöner präsentieren.
FEBRUAR 2025

Im Februar verabredete ich mich erneut mit meiner Schwester in der Landeshauptstadt. Anlass war ein Ereignis, dass sich am besagten Tag jährte und diesen wollten wir gemeinsam in Erinnerung rufen. Wir suchten uns im Anschluss dazu ein besonders schönes Ambiente aus: Das Restaurant & Café Academie der schönen Künste. Das Essen war sehr lecker und die Einrichtung ganz nach meinem Geschmack. Gerne sehr bald wieder!



Dann hatten wir einen Wasserschaden im Heizkeller aufgrund eines Rohrbruchs. Das Wasser konnte zum Glück noch abgedreht werden, bevor ein riesiger Schaden entstand. Dennoch musste der Keller geräumt und entrümpelt werden. Also bestellte ich den Sperrmüll, informierte mich zum Glück jedoch vorher bei der Gemeinde was überhaupt raus gestellt werden darf. Es ist erschreckend wenig, denn ich stellte fest, dass mittlerweile viele Dinge wie Elektroschrott, Fahrräder und Kartonage gar nicht mehr mitgenommen werden, sondern selbst an unterschiedlichen Entsorgungsstationen in der Umgebung abgegeben werden müssen. Zuletzt hatten wir den Sperrmüll vor über 10 Jahren bestellt.

Dann standen im Februar einige Geburtstage in der Familie an, also hieß es überlegen, welche Wünsche schon geäußert wurden und was man sonst noch besorgen könnte. Ein vielleicht hilfreicher Tipp: Ich kaufe oft im Laufe des Jahres Dinge, von denen ich denke, dass sie einem bestimmten Familienmitglied gefallen könnten. So habe ich zum Geburtstag bereits eine Auswahl an passenden Geschenken parat und gerate selten kurz vor dem Termin in Stress.
Im Übrigen hatte ich letztes Jahr angefangen mir Akte X anzuschauen und im Februar hatte ich die Serie komplett durchgebingt. Es wird behauptet, dass viele Studien aufzeigen, dass Serienfans eher jünger sind, viel im Internet unterwegs und eher Spannung, Flucht aus dem Alltag oder Unterhaltung suchen, als „etwas über die Welt lernen“ wollen, Nun, dann tanze ich wohl komplett aus der Reihe. Und kennt ihr den „Scully-Effekt„? Dabei handelt es sich um eine andere Studie, die aufgezeigt hat, dass sich Frauen, die sich durch Akte X (speziell durch Agentin Scully) inspiriert fühlten, mit höherer Wahrscheinlichkeit später in MINT‑Berufen (Wissenschaft, Technik, Ingenieurwesen, IT) arbeiten. Nun das trifft witzigerweise auf mich zu, aber eher durch Zufall. Interessant ist es dennoch.
Lektion des Monats: Was nicht sofort erledigt wird, erzeugt später noch mehr Willenskraft und Motivation
MÄRZ 2025

Die mittlerweile angenehmen Temperaturen im März wurden genutzt um ein neues Hobby mit Tochter zu starten: Fotochallenges in Kombination mit einem Map-Orakel. Es machte uns riesigen Spaß und wir erkundeten im Frühjahr und Sommer beinahe jedes Wochenende einen anderen Ort.
Folgendes noch zum Bild oben: Ich recherchierte über den Mittnachtsbau und erfuhr über die Abrissgeschichte des Kronprinzenpalais. Dies weckte mein Unverständnis über urbane Wandelprozesse. Wie konnte man damals solch ein prächtiges Gebäude abreißen?



Abgesehen von den Städten die wir das erste Mal besucht hatten, war dieser Monat ein Monat voller neuer ersten Male: das erste Mal einen Second Hand Shop aufgesucht, das erste Mal einen Museum in Stuttgart besucht, das erste Mal in den Königsbaupassagen gegessen, unser erstes Eis der Saison genossen und meinen ersten Cheesecake Baklava mit Pistazien gebacken. Dann stellte ich fest, wie schnell die Zeit nach Silvester vergangen war. Plötzlich war auch der März zu Ende gelebt.
Lektion des Monats: Nutze jeden Moment um deinen Alltag zu bereichern
APRIL 2025

Im April wurden die Fotosafari Touren immer häufiger praktiziert. Oftmals auch schon Freitag Nachmittags. Im Prinzip eigentlich immer wenn das Wetter schön war und es gab viele davon. Wir genossen die länger werdenden Tage in diesem Monat für unsere spontane Ausflüge in Ortschaften, die wir bisher nur vom Namen kannten. Mal wurden wir enttäuscht, da kaum was los war, manches mal aber richtig überrascht. Es tat so gut, aber diese Ausflüge können natürlich keinen großen Urlaub ersetzen.

Bei einem erneuten spontanen Trip, diesmal an einem Samstag, landeten wir erneut in Stuttgart. Auch weil es die Tochter unbedingt wollte. Sie liebt so wie ihre Mutter belebte Orte und in Stuttgart gibt es immer etwas neues zu entdecken.
Besuch der Markthalle in Stuttgart
Als erstes ging es zur Markthalle. Unser letzter Besuch war schon etwas länger her und ich freute mich darauf wieder durch die Gänge zu schlendern und neue Köstlichkeiten zu entdecken und zu probieren. Ich liebe die Atmosphäre dieses Jugendstil-Gebäudes, dass 6800 m² Fläche für Handel und Gastronomie zur Verfügung stellt. Sie zählt im Übrigen zu den Schönsten in Deutschland.

Nach dem Schlendern durch die vollen Gassen, steigen wir stets die Treppen hoch zur Empore. Von dort aus bietet sich ein toller Überblick über das Treiben. Im Übrigen gibt es oberen Bereich nicht nur ein Restaurant, sondern auch viele kleine Läden, zum Beispiel für gehobene Wohnkultur, Mode und ähnliche hochwertige Produkte. Ich habe mir letztes Jahr hier einen Kimono aus Seide gegönnt, aber diesmal hinderte mich der große Andrang daran um mich in Ruhe umzusehen. Es waren zudem sehr viele Touristen unter den Besuchern.





Für alle die im Umland wohnen: Wusstet ihr, dass in der Markthalle sogenannte Verkostungstouren angeboten werden? Wer exotische Genüssen und internationale Feinkost liebt, kann bei einem Rundgang durch den beeindruckenden Jugendstilbau nicht nur kulinarische Entdeckungen machen, sondern auch spannende Geschichten und überraschende Einblicke erfahren. Bis hin zum Blick in den Keller der Markthalle. Zum Abschluss gibt es einen kleinen Prosecco.
Im Einkaufszentrum Gerber
Die Tochter und ich sind absolute Shopping‑Mall‑Fans, denn in Malls gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Zudem lieben wir das bunte Treiben und die Atmosphäre einer Mall. Daher ging es direkt weiter die Königsstraße hoch zum Gerber, denn auch hier waren wir schon seit über einem Jahr nicht mehr. Wir entdeckten tolle neue Shops. Unter anderem den Büchershop Superjuju mit ausgefallenen Druckerzeugnissen und Geschenkartikeln. Genau was für mich!






Und direkt gegenüber entdeckte die Tochter den Corean Conveance Store K-Crush. Vor Begeisterung schrie sie fast und musste das Konzept natürlich sofort ausprobieren. Sie erzählte mir, dass sie wenige Tage zuvor auf YouTube einen Bericht darüber angeschaut hatte. Irgendein Influencer hatte über seinen Besuch hier berichtet. Natürlich musste sie das unbedingt auch ausprobieren und ihre eigene Instant-Ramen bzw. Ramyun Nudelgericht zusammen stellen. Es war überraschend einfach. Man kann sich hier, wie in den koreanischen Supermärkten, sein eigenes Essen vor Ort zubereiten. Die Wunschtüte auswählen, in die Schale kippen, heißes Wasser dazu gießen und Toppings nach Geschmack (Frühlingszwiebel, Käse, Kimchi oder Sprossen) darüber geben und kurz aufkochen lassen.
Famlientreffen

Dann traf sich im April die Familie wieder um im Freien Geburtstag zu feiern und Tage später, Familienmitglieder zu sehen die von weit her angereist waren. Das große Treffen wurde mit selbstgemachtem Sushi zelebriert! Meine Schwägerinnen waren dafür stundenlang in der Küche fleißig am Werkeln gewesen. Grandios lecker!
Die Sushi-Familien-Party kam richtig gut an. Eine tolle Idee, falls ihr es nachmachen wollt. Tolle Sushi-Rezepte findet ihr hier oder hier.
Lektion des Monats: Wenn du die Absicht hast dich zu erneuern, tu es jeden Tag.
MAI 2025

Den April verbrachte ich gedanklich viel in der Vergangenheit und versuchte zu verstehen, wohin mich das Leben hingeführt hatte. Eine Sache hat mich dabei extrem berührt: Ich stellte mir vor wie es wäre, mein vierzehnjähriges Ich aus seinem damaligen Leben herauszunehmen und einfach in meine heutige Gegenwart zu setzen. Mein vierzehnjähriges Ich wurde verdammt emotional…





Als die Tage dann richtig herrlich wurden, verabredeten Schwester und wir uns für einen Ausflug nach Speyer. Was für eine tolle Stadt! Ich habe mich verliebt! Den Bericht dazu findet ihr hier, falls Ihr nun neugierig seid weshalb und was es dort alles zu sehen gab.
Irgendwann erreichte mich eine liebe Mail für einen Fotoauftrag. Ich sollte Innenaufnahmen von einem Restaurant machen. Der Kontakt war nett und schnell hergestellt, doch dann musste mein Auto dringend in die Werkstatt. Ich informierte die Person per WhatsApp darüber, bekam aber keine Antwort mehr. Ich wurde tatsächlich geghostet. Schade.
Lektion des Monats: Hinfallen, die verstreuten Teile meines Lebens aufsammeln, Krone richten und weiter laufen.
JUNI 2025

Am Max-Eyth See
An Pfingsten musste meine Schwiegermama stationär im Krankenhaus behandelt werden. Zum Glück nichts Ernstes. Nach ein paar Tagen konnte sie wieder nach Hause. Und am Pfingstmontag besuchten wir nach etlichen Jahren wieder einmal den Max‑Eyth‑See in Stuttgart. Ich habe bei unserem letzten Besuch schon den Hype darum nicht verstanden und mein zweiter Besuch hat auch nichts daran geändert. Das Areal ist riesig und gut besucht, vor allem wird hier gerne den ganzen Tag lang gepicknickt, aber für alle anderen Besucher gibt es einfach viel zu wenig bequeme, schattige Sitzplätze entlang der Wege und Uferbereiche. Die wenigen sind stets besetzt, obwohl viele Besucher gerne etwas länger Zeit am Ufer verbringen würden.
Das gastronomische Angebot am See konzentriert sich stark auf zwei Biergärten bzw. Restaurants am Rande des Sees und Flusses, die zum Teil viel zu weit voneinander entfernt sind. An schönen Tagen sind sie völlig überlaufen, während große Flächen um den See überhaupt nicht bewirtschaftet werden. Ich stellte mir die Frage, warum in den sommerwochendenden keine zusätzliche Kioske oder Foodtrucks aufgestellt werden. Schade um das verschenkte Potential!


Der Biergarten Docksyder befindet sich im Zentrum des Sees und schien an diesem gut besuchten Tag definitiv mit dem Gästeauflauf überfordert zu sein. Es gab zwei große Warteschlangen. Wir standen über 20 Minuten an der prallen Sonne, bis wir endlich am Kiosk bedient werden konnten. An heißen Tagen ist das katastrophal (und an Pfingsten hatten wir teilweise 33 Grad!).
Neue Wege gehen in Stuttgart

Im Juni wollte die Tochter erneut durch die Landeshauptstadt schlendern. Diesmal schlug ich ihr vor, einfach mal irgendwo anders abzubiegen und durch Gassen zu gehen, die wir bisher noch nicht erkundet hatten. Schon nach kurzer Zeit stellten wir fest, wie unterschiedlich und vielseitig eine Stadt sein kann: ein versteckter Hof in dem sich ein Spielplatz befindet, kleine Läden zwischen Altbauten, ruhige Ecken nur wenige Meter von der Fußgängerzone entfernt. Wir erblickten die verschiedenen Gesichter von Stuttgart und achteten plötzlich wieder auf Kleinigkeiten, wie Geräusche, Gerüche oder auf die Architektur, weil die Stadt uns wie unbekannt vorkam und neu entdeckt werden wollte.
Seitdem machen wir es an jedem Ort so, den wir schon kennen, wenn wir ihn wieder besuchen. Unbedingt nachmachen, es lohnt sich!



Verschenktes Potential für Stuttgart: Das neue Schloss ist nicht öffentlich zugänglich, sondern den Ministerien vorenthalten.
So kam es, dass ich ihr an diesem Tag auch den besonderen Aufzug im Stuttgarter Rathaus zeigte. Der Paternoster ist einzigartig und ein echter Klassiker. Die drehenden Kabinen ohne Türen oder Stopps, laufen bei bei 0,3 m/s wie Rosenkranz-Perlen im Kreis (daher der Name „Paternoster“ = Vaterunser). Die offenen Kabinen verursachten bei ihr zunächst ein Unbehagen, aber dann fand sie das kleine Abenteuer großartig.
Öffentlich nutzbar Mo–Do 8–17 Uhr, Fr bis 15 Uhr. Wir haben es leider versäumt Fotos zu machen. Bei unserem nächsten Besuch jedoch denken wir ganz bestimmt daran. Mehr darüber könnt ihr hier erfahren: Insidertipp-stuttgart-paternoster-fahren-im-stuttgarter-rathaus.
Ulm-Trip mit dem IRE 200




Am 17. Juni besuchten wir Schwägerinnen incl. Kids die schöne Stadt Ulm. Gemeinsam ging es am frühen Morgen mit dem neuen IRE 200 von Wendlingen am Neckar los, und in ca. 27 Minuten waren wir bereits in Ulm angekommen. Das Wetter war herrlich! Ein Traumtag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.
Wir spazierten zunächst durch die Stadt, besuchten das Ulmer Münster und verbrachten im Anschluss den Rest des Tages im wunderschönen Friedrichsau Park, der im Übrigen seit 1811 existiert. Wir hätten gerne noch mehr Sehenswürdigkeiten in der Stadt abgeklappert, aber die Kids wollten unbedingt in den Park.
Mehr Tipps für Ulm mit Kindern findet ihr hier: stadtlandtour.de/reisen-orte/ulm-mit-kindern.


Die Rückfahrt wurde jedoch zu einem regelrechten Abenteuer, weil die IRE 200 am Abend plötzlich nicht mehr eingesetzt wurde und stattdessen Ersatzbusse eingesetzt wurden. Diesen Umstand erfuhren wir aber viel später vom Bahnpersonal, nachdem wir wortwörtlich ratlos durch die Bahngleise geirrt waren, denn die DB-App hatte uns falschen Live-Status anzeigt. Das war richtig ärgerlich! Die Mehrheit wollte aber keine zwei Stunden mit dem Bus fahren, also warteten wir eine Stunde auf die Filstalbahn. Kurz vor 23 Uhr kamen wir schließlich zuhause an. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich: Nie wieder mit der Bahn fahren!
Lektion des Monats: die verschenkten Potentiale meines Lebens optimieren.
JULI 2025


Bild oben: Auf dem Turm bei herrlichem Wetter und zusammen mit meiner Schwester (rechts) und Tochter (Mitte)
Auf dem Fernsehturm & Umgebung
Im Juli war so einiges los bei uns. Wir unternahmen weiterhin kurze Trips in die umliegenden Ortschaften und besuchten auch mal wieder den Fernsehturm in Stuttgart, der auf dem Hohen Bopser im Stadtteil Degerloch steht. Nach Kaffee und Kuchen im Turmrestaurant Leonardts, spazierten wir anschließend durch das umliegende Areal, das von vielen Parks und Wald umgeben ist. Ich weiß nicht recht wie ich es ausdrücken soll, aber ich verspüre hier sowas wie eine positive Energie, während ich interessanterweise andere „Erholungsgebiete“ meide, weil sie für mich starke negative Ausstrahlung haben, sich irgendwie „schwer“ oder unangenehm anfühlen. Dieses Gebiet auf dem Hohen Bopser wirkt dagegen ruhiger, natürlicher und entspannender, als wäre die Atmosphäre auf eine angenehme, unbeschwerte Art geerdet. Kennt ihr auch dieses Gefühl?
Am Abend ging es ins Restaurant die Waldauerin. Ich liebe die Lage dort, dass leckere Essen und die besondere Atmosphäre im Biergarten! Unbedingt dort einkehren, falls ihr aus der Umgebung seid und das Restaurant noch nicht kennen solltet!
Zürich Trip





Hervorzuheben ist für mich jedoch unser Kurztrip nach Zürich, den mir meine Schwester L zum Geburtstag geschenkt hat. Darüber habe ich mich mega gefreut, denn diese wunderschöne Stadt stand schon lange auf meiner Bucket List. Leider hatten wir am besagten Tag ziemlich wechselhaftes Wetter, aber die Fahrt von 2,5 Stunden hat sich trotzdem gelohnt. Der separate Bericht dazu folgt bald.
Familienmomente


Ansonsten war der Juli ein Monat mit vielen Geburtstagen und tollen Familienmomenten, die wir zum Glück bei schönstem Wetter draußen gemeinsam zelebrieren konnten. Solltet ihr nachgedacht haben, einen Kindergeburtstag zur Abwechslung mal im Freien zu feiern, dann schaut gerne in diesen Beitrag von mir rein: Ideensammlung für Töchterchens Geburtstagsfeier // Outdoor. Vielleicht findet ihr dort ein paar inspirierende Ideen.
Lektion des Monats: sei spontan und lass dich überraschen.
AUGUST 2025

Quer durch Baden-Württemberg und an den Bodensee
Im August ist recht viel passiert, aber ein großer Sommerurlaub war auch dieses Jahr nicht drin. Vielleicht erzähle ich euch irgendwann davon, aber aktuell möchte ich es für mich behalten. Wir besuchten sehr viele schöne Städte in Baden-Württemberg, wie z.B. Heidelberg und Baden-Baden erkundeten diesmal andere Stadtteile, besichtigten neue Sehenswürdigkeiten und entdeckte tolle Aussichtspunkte auf die jeweilige Stadt. Auch ging es nach Konstanz. Dort spazierten durch die Altstadt und am Seeufer entlang, fuhren mit dem Riesenrad und besuchten das See Life und paddelten am Bodensee. Die Tochter war begeistert. Vielleicht berichte ich euch irgendwann ausführlicher darüber.
Dann fuhren wir nach etlichen Monaten wieder einmal nach Metzingen in die Outlet-City und auch zum IKEA, etwas Shopping für die Seele.




Geburtstags-Bowling
Ich musste bereits im Juli den Geburtstag meiner Tochter planen. Hat mich dieses Jahr sehr viel Gehirnschmalz gekostet. Aber dann kam mir die Idee, ihre Freunde und Cousinen in einer Bowlingbahn zu bespaßen und nebenher den Geburtstag dort zu feiern. Das Ganze kam sehr gut an, allerdings machte es den Kindern so viel Spaß, dass ich noch weitere Aktionen, wie Billardspielen für sie buchte. Am Ende wurde es deutlich teuer als geplant, aber das Spektakel hat sich gelohnt. Das Kind ist glücklich. Falls ihr ebenfalls nach Ideen suchen solltet: Ein Kindergeburtstags-Bowling ist definitiv zu empfehlen!




Tipp: Viele Bowling-Bahnen bieten Kindergeburtstage an. Erkundigt euch bei der Reservierung, ob es spezielle Geburtstagspakete gibt wo die Verpflegung inclusive ist und ob die Geburtstagstorte mitgebracht werden darf. Manche verlangen extra Gebühren für Tellernutzung!
Bad Nauheim

Das absolute Highlight überhaupt, war für mich das European Elvis Festival in Bad Nauheim. Das hatte ich mir vor Jahren schon vorgenommen, aber immer wieder verschoben, Aufgrund der langen Autofahrt. Und jetzt denke ich mir, warum eigentlich? Über das Festival und über den Besuch der wunderschönen Kurstadt habe ich euch ja bereits zuvor berichtet. Auch 2026 habe ich vor beim Elvis Festival dabei zu sein.
Ich muss im Übrigen so begeistert davon gewesen sein, dass diesmal sogar meine Schwester und vielleicht auch mein Schwager uns begleiten möchten.
Lektion des Monats: Plane, aber erwarte nichts und denke dir auch mal „was solls“. Es kommt eh anders als geplant.
SEPTEMBER 2025

Die Wehmut über die langsam zu Ende gehende Sommerzeit machte sich auf unserem Gemüt bemerkbar. Spätestens als das neue Schuljahr begann, hatten wir plötzlich keine so große Lust mehr auf wöchentliche Ausflüge im Ländle. Wie ein plötzlicher Cut, hörten sie auf. Lediglich an einem sonnigen Wochenende, besuchten wir wieder einmal die schöne Stadt Esslingen am Neckar, und das wars aber auch. Da wir die Stadt mittlerweile jedoch sehr gut kennen, wurden an diesem Tag unbekannte Ecken und Winkel erkundet. Auch solche, die wir bisher nie zuvor mit Töchterchen gegangen waren.

So kam es, dass wir zum ersten Mal von der Stadt aus am Beutabrunnen den schmalen Kieselsteinpfad (Burgsteige) hoch zur Esslinger Burg stiegen. Das nächste Mal möchten wir die Holztreppe (Burgstaffel) nehmen, mit seinem überdachten Gang (ca. 315 Stufen) vom Bereich der Stadt, führt sie hinauf zur Hochwacht bzw. Seilergang auf der Esslinger Burg. Praktisch vom Fuß der Burgmauer bis nach oben. Der Einstieg befindet sich an der Stadtseite, nähe Markplatz/Rosenhäusle.
Die Aussicht hier ist gigantisch, wenn auch etwas beschwerlich und absolut nicht barrierefrei, aber definitiv zu empfehlen. In der Hitze war die Kraxelei vom Pfad aus nicht so angenehm, da entlang des Weges kaum Schattenplätze vorhanden sind, aber dafür sehr beeindruckend an diesem schönen Tag. P.S.: Wasserflasche einpacken!



Dann gab es ein letztes Mal ein gemeinsames Grillen mit der Familie draußen im Freien, bevor die Temperaturen wieder deutlich unbequemer wurden. Fühlte sich wie ein Abschied vom Sommer an, denn es wurde richtig schön und gesellig. Wir haben viel gelacht und gegessen, bis die Bäuche platzten. Wenige Tage später wurde es plötzlich ungemütlich kalt und regnerisch. Wir sprachen noch darüber, dass wir es nicht glauben konnten, dass wir vor ein paar Tagen noch in T-Shirts draußen sitzen konnten. Der Herbst ist zwar auch schön, aber er macht mich immer so melancholisch, kaum dass das Grün der Natur verblasst. Ich bin eindeutig Team Frühling / Sommer und das wird sich vermutlich nie ändern.
Lektion des Monats: Aufgeben ist keine Option!
OKTOBER 2025

Im September fing der Dauerregen an und ging über in den Oktober. Ich habe es noch nie erlebt, dass mein Outdoor-Teppich draußen auf dem Balkon keine Change bekam zu trocknen. Es gab gefühlt keine Trockenphasen. Dann auch dieser kilometerlange Nebel auf der Autobahn, in dem man selbst nach 30 Kilometern wie gefangen ist, oder der Nebel, der sich den ganzen Tag über unser Dorf legt und sich einfach nicht auflösen möchte. Alles seltsame Wetterverhältnisse, die ich so bisher so noch nie erlebt hatte.
Ich las im Oktober viele Elvis Biografien, vor allem über seine Zeit in Deutschland um meine Beiträge möglichst mit Fakten zu versehen. Auch schrieb ich an die Wetterauer Zeitung, mit der Nachfrage, ob es alte Zeitungsausgaben von 1958 bis 1960 zu kaufen gibt. Leider kann man keine Nachdrucke bestellen, sich jedoch vor Ort einen Tagespass besorgen und persönlich im Archiv stöbern. Das habe ich mir für meinen nächsten Besuch vorgenommen.
Halloween 2025



Das Highlight im Oktober war jedoch unsere kleine Halloween-Party mit den Kids. Die wurde auch dieses Jahr richtig schön. Gemeinsam ging es raus, auf die Süßes & Saures Tour im Städtchen, und später gab es ein Abendessen mit allerlei leckeren Sachen die alle mitgebracht hatten.

Von uns gab es selbstgemachte Grusel-Brownies. Das Rezept dafür findet ihr auf meinem Blog. Wir haben die Brownies später mit goldigen Gespenstern verziert, die wir aus weißem Fontant ausgestochen haben und ihnen rote Gruselaugen verpasst. Die Halloween-Keksausstecher * und die blutigen Zuckeraugen* und auch das fertig ausgerollte Fondant*, sind alle über Amazon erhältlich.
Das wars im Schnelldurchlauf, denn mehr gibt es tatsächlich auch nicht über diesen ungewohnt faden Oktobermonat zu erzählen.
Hinweis: Bei den mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links, auch Affiliate-Links genannt. Wenn Ihr auf der Zielseite etwas kauft, bekommen ich vom betreffenden Anbieter o. Online-Shop eine winzige Vermittlerprovision. Es entstehen für euch keinerlei Nachteile beim Kauf oder Preis. Die Käufe erfolgen zudem anonym; d.h. ich habe keine Einsicht in die personenbezogene Daten!
Lektion des Monats: Das fade Image des stinknormalen Lebens, könnte manchmal neue Adjektive verpasst bekommen, z.B. geisttötend langweilig.
NOVEMBER 2025

November ist der Monat, wo wir es uns Zuhause gemütlicher einrichten, weil es draußen zu ungemütlich wird. Wir machten es uns auf dem Sofa kuschelig und schauten uns die komplette Harry Potter Reihe an, spielten UNO und aßen eine Menge Sushi. Bye the way…können wir einmal darüber reden wie unverschämt teuer Sushi mittlerweile geworden ist?? Man bezahlt für 8 Stück im Schnitt 12 Euro und wird nicht einmal von 18 Stück satt! Übrigens empfehlen Caterer als Erfahrungswert mind. 20 Stück pro Person. Und die Leute schimpfen über die Dönerpreise!
Nach vier Jahren habe ich mir wieder ein neues Smartphone gegönnt. Eigentlich hatte ich es nicht eilig, aber die Tochter wollte endlich ein Handy, da ihre Freundinnen längst alle eins besitzen und mit 12 sei es doch längst Zeit. Ich holte mir das aktuelle Apfel-Modell und sie bekam meins. Dann fiel mir ein, die hochgelobte Zoomfunktion mal am Vollmond testen. Ziemlich beeindruckend, wenn auch eine extrem wackelige und anstrengende Angelegenheit das Scharfstellen ganz ohne ein Stativ und mit freier Hand (Bild oben).
Familientreffen am Kindergeburtstag



Wir sahen uns 2025 irgendwie nicht so oft wie die Jahre davor. Irgendwie hatte sich die Dynamik durch kleine Änderungen bei den jeweiligen Familienmitgliedern verändert, so dass die Zeiten in denen wir uns alle treffen konnten, immer weniger wurden. Immerhin schafften wir es meistens an den Geburtstagen der Kinder zusammen zu kommen. Meine Schwägerinnen lassen sich immer tolle Ideen einfallen um die Kids bei Laune zu halten.
Die Kinderdisko mit Nebelmaschine*, kam bei den Kleinen und größeren Kids richtig gut an und der Neffe war begeistert von seinem Metalldetektor*, den er von uns bekam, incl. der Geschenkesuche im Garten. Unbedingt zu empfehlen, falls ihr auf Geschenkesuche seid. P.S: auch die Mädels unter den Gästen fanden das Ding mega!
Erster Weihnachtsmarktbesuch









Am Ende des Monats haben wir wie jedes Jahr unseren hübschen Weihnachtsmarkt im Örtchen besucht. Dieser findet traditionell immer am ersten Adventwochenende statt und ist auch im Umkreis recht beliebt, so dass er sehr gut besucht wird. In diesem Jahr waren die Stände komplett anders aufgestellt und die Kreuzung im Ort nicht abgesperrt worden. Das zerstörte die tolle Atmosphäre, die wir letztes Jahr hatten. So wirkte der Weihnachtsmarkt deutlich kleiner und zerstreut, und der Autoverkehr direkt am Markt hat mich persönlich extrem gestört.
Lektion des Monats: Das Leben gibt dir nicht nur Zitronen für deine Limonade, das Leben gibt dir weit mehr – mach die Augen auf!
DEZEMBER 2025

In Stuttgart bereitet sich auf den Weihnachtsmarkt vor | Dezember 2025
Unser Dezember 2025 war gefühlt der ruhigste Weihnachtsmonat seit Jahren. Die Aktivitäten könnte ich tatsächlich an einer Hand abzählen, bis auf eine kleine Aufregung, aber dazu komme ich gleich,
In der ersten Woche haben wir Arbeitskollegen uns gemeinsam im Brauhaus Schönbuch in Stuttgart getroffen, um unser Weihnachtsessen dort zu zelebrieren. Statt einer kleinen Weihnachtsfeier in der Firma, finde ich es persönlich besser sich außerhalb der Dienststelle zu treffen. Es ist es lockerer und entspannter. Das Essen war im Übrigen sehr lecker und die Atmosphäre gefiel mir. Ich kannte die Location zwar, aber ich war das tatsächlich das erste Mal dass ich dort zu Gast war.
Plötzliche Herausforderungen
Eines morgens, ein paar Tage später, stieg ich in mein Auto und fuhr los. Eigentlich ein ganz normaler Start an einem stinknormalen Tag. Wenige Meter später dachte ich, Mensch, irgend etwas fühlt sich sehr seltsam an. Auf einer Seite eierte das Auto so komisch. Kaum fing ich an darüber nachzudenken, sprang auch schon die Kontrollleuchte an. In einem der Reifen hatte ich Null Bar! Wie konnte das denn passieren? Ich schluckte den Schock hinunter und fuhr direkt zur Tankstelle, die zum Glück nicht weit entfernt ist. Dort konnte ich den Reifen notdürftig aufpumpen, so dass das Auto wenigstens wieder verkehrssicher war und ich die Werkstatt im Ort aufsuchen konnte.
Es ist erstaunlich, wie schnell ein harmlos erscheinender Tag plötzlich umschlagen kann, so dass man mit einer Herausforderung konfrontiert wird, die sich plötzlich in eine kleine, unfreiwillige Lebenserfahrung verwandelt.
Weihachten 2025



Auch in diesem Jahr lud uns meine Schwägerin ein, den Heiligabend gemeinsam zu verbringen. Die Zeit miteinander war so schön. Es wurde viel geredet, und schöne Momente aus der Vergangenheit in Erinnerung gerufen, während das Essen in der Küche zubereitet wurde, unglaublich lecker gegessen und im Anschluss danach gab es die spannende Bescherung. Wir Erwachsenen schenken uns stets nur Kleinigkeiten, dafür werden die Kinder verwöhnt.
Wir wurden auch zu den anderen Weihnachtstagen eingeladen, aber ich musste leider absagen. Mir ging es zu der Zeit mental nicht so besonders und es wurde mir schnell alles zu viel. Ich hoffe, dass sich niemand dadurch gekränkt oder zurückgesetzt gefühlt hat.

Für das Jahr 2026 wünsche ich mir Frieden. Nicht nur in der Welt, sondern auch in mir selbst. Freiheit und Selbstbestimmung für alle Menschen, damit jeder seinen eigenen Weg gehen kann. Viele tolle Stunden mit meiner Familie, Lachen, Nähe, gemeinsame Zeit. Eine Reise ans Meer, um wieder das Rauschen der Wellen zu hören und das Leben zu spüren. Und vor allem: Gesundheit, das Wichtigste überhaupt, das man oft erst schätzt, wenn es fehlt.
Lektion des Monats: Ruhe bewahren, das Ruder festhalten und weitermachen. Alles wird gut.
Wenn auch ziemlich verspätet, wünsche ich euch allen ein grandioses 2026!

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