
In diesem Beitrag kehre ich zu dem Moment zurück, den ich im letzten Artikel über das European Elvis Presley Festival in Bad Nauheim bereits kurz angeschnitten habe: Wir waren gerade im Dolce Hotel angekommen und erfuhren, dass der offizielle Festivalbeginn noch auf sich warten ließ. Perfekt, dachten wir und nutzen die Gelegenheit um die charmante Stadt Bad Nauheim ganz entspannt zu erkunden.
Dann wurde es irgendwie magisch, denn wir wurden ganz zufällig in einige der bedeutendsten Orte von Elvis Presley geführt. Fast, als hätte er uns selbst den Weg gewiesen.
Direkt zu den Wichtigsten Elvis-Spots im Beitrag
- Das berühmte Foto an der Burgpforte (Fotospot!)
- Park vor der Dankeskirche
- Die Wiese um die Gradierbauten (hier spielte er gerne American Football mit Freunden)
- Die Bronzestatue an der Usa-Brücke (Fotospot!)
- Das ehemalige Restaurant Restaurant Pfälzer Hof
- Hotel Villa Gruenewald
- Goethestraße 14 (hier wohnte Elvis von 1958 – 1960) (Fotospot!)
- Weitere mehr Anekdoten von Elvis in Bad-Nauheim
- Übersicht über alle Elvis Spots in Bad Nauheim
Aber warum Bad Nauheim und was hat das Elvis Presley zutun?

Elvis Presley verbrachte zwischen 1958 und 1960 einen bedeutenden Teil seiner Zeit als Soldat in Deutschland. Am 24. März 1958 wurde er in die US-Armee eingezogen, und nur wenige Monate später, am 1. Oktober, kam er mit dem Schiff, dem Truppentransporter „USS General Randall„, nach Bremerhaven, um seinen Militärdienst als „Army Private 53310761“ anzutreten. In der Nähe von Friedberg, wo die 3. US-Armeedivision stationiert war, trat er seinen 18-monatigen Dienst an. Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel Grünewald in Bad Nauheim, zog Elvis in das Haus in der Goethestraße 14, das zu seiner zweiten Heimat wurde. Hier hat er im Übrigen auch seine spätere Ehefrau Priscilla Ann Beaulieu kennen gelernt.
Weniger bekannt ist: seine Anwesenheit im konservativen Hessen sorgte ordentlich Aufsehen. Ironischerweise wurde ihm in Westdeutschland vorgeworfen, die Jugend zu verderben, während ihn Ostdeutschland als Instrument der antikommunistischen Propaganda betrachtete. Es erscheint heute fast unglaublich und extrem überzogen, wenn man ihn mit den Künstlern vergleicht, die aktuell in der Rock- und Pop-Szene polarisieren.
Die Burgpforte in Bad Nauheim
Den ersten Spot, den ich während unserem Spaziergang intuitiv ansteuerte, war die Burgpforte. Wir schlenderten gemächlich an der Friedrichstraße entlang. Es war noch ziemlich ruhig, kaum jemand zu sehen, als ich auf der rechten Seite das rundbogiges Tor, aus dunklem porösen Tuffstein entdeckte. Ein Stück Mittelalter, dass mich einlud es aus der Nähe zu betrachten. Ich zückte meine Kamera und machte erst mal ein Bild davon.


Ungelogen. In dem Moment dachte ich Null daran, dass es sich um den Ort handelte, an dem das berühmte Foto entstanden war, für das Elvis im März 1959 für seine Single „A Big Hunk O’ Love“ posiert hatte. Ich lief darauf zu und begriff es selbst auch dann nicht, als ich mich wenige Meter vor dem Tor befand und zwei Personen sah, die im Torbogen standen. Die eine knipste, währen die andere an der Mauer gelehnt war. Erst als ich quasi direkt im Tor stand und das Kunstwerk im Inneren sah, machte es klick.
Top 3 – Fotospot für Elvis-Fans!
Die Burgpforte ist obligatorisch und gehört, neben der Goethestraße 14 und der Usa-Brücke, für Fans zu den wichtigsten Elvis-Spots der Stadt. Nicht verpassen!

Hinweis: Das Graffiti im Bogen der Burgpforte wurde im Jahr 2018 vom britischen Street‑Art‑Künstler David „Gnasher“ Nash im Rahmen des 17. European Elvis Festival erstellt. Im August 2019 erhielt das Kunstwerk ein sogenanntes „Facelifting“. Dafür kehrte Gnasher extra nach Bad Nauheim zurück, um das Gesicht von Elvis (insbesondere Augen und Wangen) nachzubessern. Seitdem ist es ein beliebtes Fotomotiv für Elvis Fans.

Wenn man von hier geradeaus durch das Tor läuft, befindet man sich nur wenige Meter vor dem berühmten Fotosopot. Heute parken am Straßenrand jedoch viele Autos, so dass ich das Motiv nicht nachstellen konnte. Vielleicht sieht es bei meinem nächsten Besuch in Bad Nauheim ja anders aus, denn ich möchte sehr bald wiederkommen und die Elvis-Spots in aller Ruhe und ohne Fanrummel besichtigen.
ADRESSE: Burgpforte, Bad Nauheim (s. Übersicht aller Elvis-Spots ganz unten im Beitrag)
Der Park und die Dankeskirche


Auch vor der Dankeskirche in der Kurstraße & Park sind einige bekannte Aufnahmen von Elvis entstanden. Fotos: Netzfund (Pinterest)
Es soll Zeitzeugenberichte und Interviews von ehemaligen Militärangehörigen und Bad Nauheim-Anwohnern geben, die erzählen, dass Elvis Presley gelegentlich an Gottesdiensten in der Dankeskirche teilnahm. Einige dieser Berichte sollen von Menschen stammen, die ihn besonders Sonntagsmorgens gesehen haben wollen. Ich fand zwar keine Belege dafür in den Büchern über seine Zeit in Bad Nauheim, aber es würde mich nicht überraschen. Elvis war gläubig und liebte Gospelmusik. Ich vermute eher, er hat sich lediglich für Pressefotos im Park und vor der Kirche aufgehalten.
Weitere Zeitzeugenberichte gibt es hier zu lesen: ELVIS IN BAD NAUHEIM – bad-nauheim.de

Die Kirche selbst konnten wir nicht besichtigen, da sie verschlossen war. Im Nachhinein erfuhr ich, dass die Dankeskirche Samstags ab 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet ist. Wir haben es vermutlich zum falschen Zeitpunkt versucht.
ADRESSE: Dankeskirche, Kurstraße, Bad Nauheim (s. Übersicht aller Elvis-Spots ganz unten im Beitrag)
Die Wiese und der Park um das Inhalatorium am Gradierbau I


Der Gradierbau I mit Inhalatorium, befindet sich nur wenige Meter hinter der Stadtbücherei, in der Parkanlage zwischen der Usabrücke und der Goethestraße 14. Vor etwa 67 Jahren, nach meiner Theorie, hat Elvis an diesem Platz gerne mit Freunden und vermutlich auch Anwohnern American Football gespielt. Offiziell heißt es, dass er auf der Wiese am Solgraben des längsten Gradierbaus (V) Bad Nauheims spielte. Für mich persönlich machte das keinen logischen Sinn, da der besagte Platz zu Fuß etwa 14 Minuten von der Goethestraße 14 entfernt ist.
Gradierbauten sind historische, im Kur- und Heilbäderwesen genutzte Bauwerke, die zur Salzvernebelung dienen. Sie bestehen meist aus einem Holzgerüst, das mit Salzpflanzen (oft Salzkristallen) oder Reisigzweigen bedeckt ist. Durch den Wind wird salzhaltige Luft über das Reisig geblasen, wodurch das Salz in feiner Form in die Luft übergeht. Diese salzhaltige Luft ist gesundheitsfördernd und wird vor allem bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Gradierbauten haben eine lange Tradition und stellen sowohl eine therapeutische Einrichtung als auch ein architektonisches Wahrzeichen dar. Bad Nauheim besitzt insgesamt 5 Gradierbauten. Mehr Infos: bad-nauheim.de/gradierbauten

Dann las ich einen Zeitzeugenbericht der etwa wie folgt lautete, „man konnte den Fußballplatz vom Haus aus (Goethestraße 14) sehen“. Gradierbau V jedoch ist von der Goethestraße 14 aus mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen (Luftlinie 900 bis 1.000 Meter) und mit Sicherheit war das vor 67 Jahren selbst vom obersten Stockwerk des Hauses nicht möglich. Zudem ist der Platz am Gradierbau V südwestlich gelegen, wenn man den Standort auf der Karte betrachtet. Dazu hätte das Haus in der Goethestraße damals komplett frei stehen müssen, quasi in einem riesigen und unbebauten Feld mit einem weiten Blick. Ziemlich unwahrscheinlich. Ich tippe daher, dass Elvis auf der Wiese des Inhalatoriums oder um den Gradierbau I gespielt hat. Beide sind von der Goethestraße aus sichtbar. Heute verdeckten hohe Bäume teilweise die Sicht.
Dann, beim Lesen des Buches „Sergeant Presley“ von Rex und Elisabeth Mansfield*. stieß ich auf eine vielsagende Passage (eigene Übersetzung): „Als sie (Currie Grant und Familie) in der Goethestraße 14 ankamen, teilte ihnen Oma (Minnie Mae Presley) mit, dass alle unten auf der Straße Fußball spielten. Sie gingen zum Spielfeld hinüber und schlossen sich Lamar und Cliff Gleaves an, die am Spielfeldrand saßen und den anderen beim Spielen zusahen…“ Bingo!
ADRESSE: Gradierbau I, Zanderstraße 3, Bad Nauheim (s. Übersicht aller Elvis-Spots ganz unten im Beitrag)
Die Bronzestatue von Elvis an der Usabrücke

Top 2 – Fotospot für Elvis-Fans!
Dieser Platz an der Elvis-Statue ist ein Pflichtspot und gehört, neben Goethestraße 14 und der Burgpforte, für Fans zu den wichtigsten Elvis-Spots der Stadt.
Die Usabrücke befindet sich übrigens nur wenige Minuten von der Goethestraße 14 entfernt. Das berühmte Foto, auf dem Elvis in Uniform am Geländer dieser Brücke in Bad Nauheim lehnt, wurde Berichten zufolge vermutlich im Frühjahr 1959 aufgenommen. Siehe dazu: Die Geschichte der Elvis-Brücke in Bad Nauheim. Das Foto soll im Auftrag seines Labels RCA erfolgt sein, für ein Single-Cover, um es mit einem Bild aus seiner Zeit in Deutschland zu versehen. In dem Artikel oben wird erwähnt, dass Elvis vermutlich im Februar oder März 1959 Besuch von „einem Fotografen, der im Auftrag der RCA” hatte, um Fotos an verschiedenen Orten in Bad Nauheim zu machen, darunter auch an der Usa‑Brücke. Der Artikel nennt leider den Namen des Fotografen nicht. Ich konnte auch keinen konkreten Vermerk in der Online-Presse oder Veranstaltungsquellen finden, die sich auf lokale Archivausstellungen, Fotoprojekte etc. beziehen.
Es gibt allerdings Fotografien von Horst Schüßler, der in Bad Nauheim ansässig war und für verschiedene Zeitungen und Agenturen arbeitete. In den späten 1950er Jahren machte er zahlreiche Aufnahmen von Elvis während dessen Militärzeit in Deutschland. Seine Fotos dokumentieren den Alltag des „King of Rock’n’Roll“ in der Kurstadt und sind heute ein wertvolles historisches Erbe. Man kann seine Fotos häufig in Schaufenster von Geschäften in Ludwigstraße 15, Bad Nauheim bewundern. Allerdings gibt es keine Hinweise, ob er das Brückenfoto von ihm gemacht hat. Mehr Infos zu Horst Schüßler und Elvis: Dem King ganz nah: Bilder von WZ-Fotograf Horst Schüßler.
Achtung Fans: Schüßlers Elvis-Fotografien sind heute im Besitz von Thorsten Stöber, dem Inhaber von Foto Stöber in Bad Nauheim. Dort können Abzüge der Bilder in verschiedenen Formaten erworben werden. Besser direkt kontaktieren, denn Online konnte ich keine Informationen dazu finden.
Ein paar wissenswerte Fakten zu der Elvis-Bronzestatue:
- Diese Statue ist Deutschlands einzige Elvis‑Bronzestatue und wurde 2021 anlässlich des European Elvis Festival eingeweiht.
- Die Idee dazu kam 2018 von zwei Elvis-Fans (Meike Berger und Angela Storm) im Rahmen des Elvis‑Festivals in Bad Nauheim und wurde durch Spenden von Fans aus der ganzen Welt finanziert.
- Bei der Einweihung damals, war tatsächlich Jason Shelton, der frühere Bürgermeister von Elvis’ Geburtsstadt Tupelo, als Ehrengast dabei.
- Die Statue wiegt ca. 180 kg und um möglichst originalgetreu zu sein, wurde zunächst ein 3D-Modell mit moderner Technik erstellt und daraus die Statue gegossen.
- Die Brücke wurde extra für die Statue um einen Meter erweitert, damit Fans sich direkt neben Elvis positionieren und Selfies machen können.
- Letztes Jahr am 11. Juli 2025, heirateten die glühenden Elvis-Fans Carmen und Gerd Rapp, in einer einzigartigen Zeremonie direkt neben der Bronze-Elvis-Statue. Elvis wurde dabei zu ihrem symbolischen „Trauzeugen“. Die Stadt Bad-Nauheim berichtete darüber und der Brautstrauß des Paares hing danach sogar noch eine Weile an der Statue.
ADRESSE: Usabrücke, Bad Nauheim (s. Übersicht aller Elvis-Spots ganz unten im Beitrag)
Das ehemalige Restaurant Pfälzer Hof (heute „Taverna Donna Elena“)


Zum Pfälzer Hof wurde ich ebenfalls durch mein Bauchgefühl geführt. Es war so gegen 14 Uhr, und langsam machte sich mein Hunger bemerkbar. Ihr müsst wissen, bis dahin hatte ich noch gar nichts gegessen. Wir waren sehr früh an diesem Morgen von zu Hause losgefahren und die vielen Eindrücken bei unserer Ankunft hatten mich total abgelenkt. Nun musste ich aber unbedingt etwas essen, das wollte ich in jedoch in aller Ruhe außerhalb des ganzen Elvis-Trubels. So landeten wir irgendwann an der Hauptstraße. Hier und rund um den Marktplatz gibt es einige nette Lokale, und trotz dass sie teilweise ein moderneres Ambiente boten, sagten sie mir alle nicht zu. Meine Wahl fiel auf die Taverna (ehemals Pfälzer Hof).
Die Geschichte zu Elvis und Pfälzer Hof: Am 23. Januar 1959 wurde Elvis von der „German-American Association“ in das Restaurant Pfälzer Hof eingeladen. Er war dort tatsächlich nur einmal zu Gast, und zwar zu dieser Einladung. Das Restaurant selbst war damals eine beliebte Lokalität in Bad Nauheim, doch Elvis bevorzugte sein Privatleben und war laut Quellen eigentlich nie auswärts essen. Dazu später mehr.

Wir setzten uns draußen auf eines der freien Tische und ließen uns entspannt die Menükarte reichen. Schon bald sprach mich der nette Kellner (wie sich später herausstellte, der Sohn der Köchin Donna) an und fragte, ob ich wegen Elvis hierher gekommen sei. Anfangs verstand ich die Frage falsch und meinte: „Ja, ich bin das erste Mal in Bad Nauheim und extra wegen des Festivals angereist“. Ob ich denn wüsste, dass Elvis in diesem Restaurant auch mal gegessen habe? „Wow, dass wusste ich tatsächlich nicht“, gab ich ehrlich zu. Mit einem Lächeln erzählte er mir, dass im Restaurant sogar ein original signiertes Autogramm von Elvis zu sehen ist, mit dem er sich persönlich für das gute Essen beim Koch bedankt habe. „Oh, dürfte ich das später fotografieren?“, fragte ich begeistert. „Aber selbstverständlich!“, erwiderte er und ich meine, dabei sogar etwas Stolz in seiner Stimme erkannt zu haben.
Erst nach diesem Gespräch entdeckte ich das schwarze Hinweisschild auf englisch (siehe weiter oben) direkt am Eingang. Wie konnte ich das nur übersehen?

Nach dem Essen führte mich der junge Mann wie versprochen hinein und zeigte mir wo sich das Autogramm von Elvis befindet. Es hängt eingerahmt an der Wand, genau hinter der Theke. Ich durfte sogar den Bereich betreten und den Rahmen ganz aus der Nähe fotografieren. Besonders aufmerksam fand ich, dass er mir extra die Vorhänge aufzog, damit noch mehr Tageslicht hereinfiel.
Ein Besuch in der Taverna kann ich uneingeschränkt empfehlen: Hier gibt es köstliche italienische Gerichte, liebevoll von „Mamma Donna“ aus hochwertigen Bio-Zutaten zubereitet. Und dazu herzliche Inhaber und ein Hauch authentische Elvis-Geschichte. Definitiv nicht entgehen lassen!
ADRESSE: Taverna Donna Elena, Hauptstraße 46, Bad Nauheim (s. Übersicht aller Elvis-Spots ganz unten im Beitrag)
Elvis Presleys Zeit im Hotel Villa Grunewald

Hotel Grünewald befindet sich in Bad Nauheim direkt gegenüber dem Kurpark. Die hübsche Gründerzeitvilla aus dem Jahr 1888, diente ab etwa 1910 bis 2007 als Hotel, war danach etwa zehn Jahre lag ein Privathaus und wurde im August 2017 nach einer umfassenden Renovierung erneut als Hotel wiedereröffnet. Es blickt also auf eine sehr lange Tradition als Hotelbetrieb zurück. Das Gebäude verfügt über 15 liebevoll eingerichtete Zimmer, Appartements und Suiten, die thematisch unter anderem Jugendstil-Elemente und historische Bezüge zur Region und den berühmten Persönlichkeiten wie Elvis Presley aufgreifen.
Das berühmte Zimmer Nummer 10, in dem Elvis Presley während seiner Militärzeit wohnte, ist nahezu im Originalzustand erhalten und kann auf Anfrage sogar von Gästen gebucht werden!
Aber Achtung: ein freier Zutritt des Zimmers (nur fürs Anschauen) ist nicht möglich! Versucht es besser nicht, sondern fragt im Hotel nach, ob es evtl, im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann.
Warum Elvis in Bad Nauheim landete, liegt daran, dass er während seiner Zeit in Deutschland einen Ort der Ruhe, Diskretion und Komfort bot suchte, fernab vom Trubel der amerikanischen Medienwelt. Der elegante Kurort Bad Nauheim war bereits bei amerikanischen Soldaten als Rückzugsort beliebt. Die gepflegte Umgebung, die heilenden Quellen und der Kurpark eigneten sich ideal für Erholung und etwas Privatsphäre. Ein Stückchen Normalität, zumindest so gut wie es möglich war. Quelle: bad-nauheim.de


Vom Hilberts Parkhotel zur Villa Grunewald
Anfangs wohnte Elvis mit seinem Vater Vernon Presley, seiner Großmutter Minnie Mae, der Haushälterin Alberta, sowie seinen Freunden und Leibwächtern Red West und Lamar Fike im Hilberts Parkhotel (geschlossen Sept. 1982). Doch dieser Aufenthalt war nur von kurzer Dauer, denn das Hotel wurde bald für eine andere prominente Delegation, den saudischen König Saud reserviert. (Bericht: hr Retro Abendschau). So zog Elvis am 11. Oktober 1958 in die nahegelegene Villa Grunewald um und bewohnte das Zimmer 10 im ersten Stock. Die gesamte Etage wurde zu seinem privaten Bereich umfunktioniert. Quelle: hotel-villa-grunewald.de & mehr Infos und historische Bilder vom Hotel: HOTEL GRUNEWALD – Netzwerkplattform-Crowdfunding

Trotz seiner Berühmtheit bemühte sich Elvis in Bad Nauheim ein möglichst normales Leben zu führen. Er erkundete die Umgebung, ging im Kurpark spazieren, plauderte mit Hotelpersonal und war bei Mitbewohnern als freundlich, bescheiden und zugänglich bekannt. Doch seine Anwesenheit blieb nicht lange unbemerkt: Immer häufiger sammelten sich Fans vor dem Hotel, belagerten Eingänge, und auch nachts war es durch seine Entourage oft laut und unruhig. Späße, Musik und gelegentliche Streiche seiner Begleiter sorgten für wachsenden Unmut, nicht nur beim Hotelmanagement, sondern auch bei anderen Gästen. Das Verhalten von Elvis‘ Gefolge dort wurde mehrfach als kindisch oder rüpelhaft beschrieben. Laut Zeitzeugen benahmen sich seine Freunde und Begleiter im Hotel so auffällig, dass die Situation für andere Gäste und das Hotelpersonal zunehmend problematisch wurde. Quelle: de.wikipedia.org – Goethestraße 14
Rauswurf aus dem Hotel Grünewald
Ein „Rauswurf“ aus Hotel Grünewald wird historisch zwar offiziell als nicht belegt bezeichnet, aber ihr könnt die pikanten Details und Einzelheiten darüber in den von mir (weiter unten) empfohlenen Bücher in Erfahrung bringen, denn im Netz bekommt man lediglich beschönigte Anekdoten zu lesen. In den Publikationen schildern Zeitzeugen teilweise detaliert, wie sich die Situation im Hotel zunehmend zuspitzte. Die Presley Familie & Entourage war daher gezwungen sich eine eigene, abgeschirmte Bleibe zu suchen und fand schließlich das private Wohnhaus in der Goethestraße 14, dreistöckig und mit 6 Schlafzimmern.
ADRESSE: Hotel Grünewald (s. Übersicht aller Elvis-Spots ganz unten im Beitrag)
Goethestraße 14 wird zum Wallfahrtsort

Top 1 – Fotospot für Elvis-Fans!
Goethestraße 14 ist mittlerweile ein kleiner Wallfahrtsort in Bad Nauheim und gehört für Fans zum wichtigsten Elvis-Spot der Stadt.
In diesem freistehenden Einfamilienhaus in der Goethestraße 14, von außen eher unauffällig, versammelte Elvis seine Familie und Freunde um sich. Dort unterhielt er laut Erzählungen der Zeitzeugen, einen ständigen Strom von Freunden, Fans und Liebhabern. Er begann Karate zu praktizieren, aß zu viel, begann Medikamente zu nehmen und versuchte so gut es geht, sein Privatleben im vollen Glanz seines wachsenden Ruhms und seiner Bekanntheit zu bewahren.
Das Haus wurde in dieser Zeit regelrecht zu einem Wallfahrtsort für Fans aus aller Welt. Es wird berichtet, dass sich oft bis zu zweihundert Fans vor dem Haus oder am Gartenzaun versammelten, um Elvis zu sehen. Seine Kleidungsstücke, die im Garten zum Trocknen hingen, wurden häufig von Fans entwendet. Der Zaun musste ständig neu gestrichen werden, weil ihn Fans mit Liebesbotschaften übersäten (vermutlich wie heute in Graceland) und auch sein weißer BMW 507 musste regelmäßig gereinigt werden, da er von Fans mit Lippenstift, Telefonnummern und Küssen bedeckt wurde. Trotz der Fanbelagerung zeigte Elvis sich oft greifbar und gab täglich Autogrammstunden vor dem Haus. Teilweise soll es sogar so schlimm geworden sein, dass Elvis eine Zeit lang angeblich von der Rückseite des Hauses aus dem Fenster stieg und über den Zaun auf ein Nachbargrundstück kletterte, um ungesehen das Haus verlassen und betreten zu können.

Minnie Mae Presley (Bild oben), die Großmutter von Elvis, begleitete ihn während seiner Zeit in Bad Nauheim. Zeitzeugen berichten, dass sie im Haushalt in der Goethestraße 14 eine wichtige Rolle spielte. Die Familie legte viel Wert darauf, den Alltag so heimisch wie möglich für Elvis zu gestalten, denn seine Mutter, Gladys Love Presley starb kurz vor Elvis‘ Armeeeinzug am 14. August 1958 im Alter von nur 46 Jahren an Herzversagen. Ein furchtbarer emotionaler Schicksalsschlag für Elvis, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Grundausbildung zum Militärdienst in Texas befand. Der Verlust seiner Mutter belastete ihn zutiefst und prägte die Zeit seines Militärdienstes, den er kurz nach ihrem Tod in Deutschland ableistete. Man sagt, seine Großmutter versprach Gladys am Sterbebett, Elvis überall hin zu begleiten und sich so gut wie möglich um ihn zu kümmern. So kam es auch, dass sich Minni Mae um die Hausführung und die Versorgung in der Goethestraße kümmerte.
Während seiner Zeit in Deutschland hielt sich Elvis kulinarisch weitgehend an dem fest, was er aus seiner Heimat kannte und liebte: bodenständige Südstaatenküche, reichlich Fleisch, und natürlich Erdnussbutter. Was ich persönlich sehr schade finde, aber es mir im Zusammenhang mit dem Verlust seiner Mutter erklären kann. Nämlich, dass er dadurch Trost und Nähe zu ihr verspürte. Auf Elvis‘ Essgewohnheiten während seines Militärdienstes und über seine Lieblingsgerichte, werde ich in einem separaten Beitrag noch ausführlicher eingehen.
Wer hat den Haushalt in der Goethestraße 14 geschmissen?
Je intensiver ich mich mit Elvis Presleys Zeit in Bad Nauheim befasste, desto mehr drängte sich mir eine scheinbar nebensächliche, aber unbeantwortete Frage auf: Wer führte eigentlich den Haushalt in der Goethestraße 14?
Minnie Mae, Elvis’ Großmutter, war damals bereits über 70. Zwar bestand die Vermieterin Maria Pieper darauf, im Haus wohnen zu bleiben (ihr Schlafzimmer lag übrigens im Erdgeschoss direkt neben dem Wohnzimmer, nicht im Dachgeschoss, wie häufig behauptet wird) doch laut Zeitzeugen wirkte sie im Haushalt kaum mit. Angesichts der täglichen Aufgaben wie Kochen, Wäsche, Einkäufe und dem Empfang zahlreicher Gäste erscheint es unwahrscheinlich, dass alles an Minnie Mae hängen blieb. Es musste mindestens eine helfende Person im Hintergrund gegeben haben. Doch wer war es?

In Biografien, Presseberichten oder Zeitzeugenberichten fand ich keine konkreten Hinweise. Irgendwie erstaunlich, denn in einem Ort wie Bad Nauheim wäre jede Verbindung zu Elvis doch ein lebenslanges Gesprächsthema gewesen und ein Buch darüber hätte sich blendend verkauft. Dass niemand darüber spricht, könnte nur bedeuten: Die Person war nicht offiziell angestellt, sondern Teil seines engsten Umfelds, möglicherweise sogar aus den USA.
Eine amerikanische Quelle behauptet, Elvis habe Agatha Holman, die afroamerikanische Haushaltshilfe und Freundin seiner Mutter, aus Graceland mitgebracht. Doch dafür fand ich keinerlei Bestätigung. Dann stieß ich auf Elisabeth Stefaniak, seine deutsch-amerikanische Sekretärin, die er während eines dreiwöchigen Trainings in Grafenwöhr (1,5 Stunden von Bad Nauheim entfernt) kennen gelernt hatte. Er engagierte sie für die Bearbeitung der Fanpost in Bad Nauheim. Zunächst wohnte sie mit im Hotel Grünewald und zog später mit Elvis und seiner Entourage in die Goethestraße 14. In ihrem Buch (Sergeant Presley: Our Untold Story of Elvis‘ Missing Years*) schildert sie, dass sie nicht nur seine Sekretärin war, sondern neben der Fanpostbearbeitung auch tatkräftig im Alltag mithalf.
Hinweis: Bei den mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links, auch Affiliate-Links genannt. Wenn Ihr auf der Zielseite etwas kauft, bekommen ich vom betreffenden Anbieter o. Online-Shop eine winzige Vermittlerprovision. Es entstehen für euch keinerlei Nachteile beim Kauf oder Preis. Die Käufe erfolgen zudem anonym; d.h. ich habe keine Einsicht in die personenbezogene Daten!

Damit war meine Vermutung bestätigt. Elisabeth Stefaniak war nicht nur vertraut, diskret, loyal, sondern wie ich später erfuhr, hoffnungslos verliebt in den untreuen King, der vor ihren Augen jede Frau vernaschte die ihm gefiel. Und zu ihrem Leid auch noch mit ansehen musste, wie sich Elvis auf dem ersten Bick, in die erst 14. jährige Priscilla Beaulieu verknallt hatte, als man sie ihm im eines Abends im Herbst 1959 in der Goethestraße 14 vorstellte. Trotz alldem war die Elisabeth genau die Art Mensch, die Elvis in seiner Situation um sich brauchte: vertrauenswürdig, belastbar und bereit im Hintergrund zu bleiben. Siehe auch: Elvis Presleys heimliche Freundin in Deutschland – Elvis Presley Biografie.
Buchtipp: Wenn ihr euch dafür interessiert, was sich wirklich hinter den Mauern in der Goethestraße 14 abspielte, kann ich euch dieses Buch wärmstens empfehlen. Meiner Meinung nach ist es das beste Werk über Elvis‘ Zeit in Deutschland. Absolut authentisch, nah und voller Einblicke in seinen Alltag während der Armeezeit. Das Buch hat Elisabeth im Übrigen gemeinsam mit ihrem Mann Max Mansfield geschrieben, der 1958 zusammen mit Elvis zur US-Armee eingezogen wurde. Er lernte den King dort persönlich kennen und gehörte später in Deutschland zu seinem engsten Kreis. Das Buch ist allerdings auf Englisch. Bis heute ist keine deutsche Übersetzung erschienen.
Persönliche Anmerkung: Bereits in Bad Nauheim scheint sich abgezeichnet zu haben, was später als „Memphis Mafia“ bekannt wurde: Ein enger Kreis aus Freunden, Vertrauten und Begleitern, die Elvis in seinem Alltag unterstützten und abschirmten. Menschen wie Lamar Fike, Red West, Charlie Hodge, Max Mansfield oder auch seine deutsche Sekretärin Elisabeth Stefaniak. Zwar trug der Kreis noch keinen Namen, doch die vertraute Dynamik, die bedingungslose Loyalität und das fast familiäre Miteinander legten hier vermutlich den Grundstein für das, was später in Memphis zu einem festen Bestandteil von Elvis’ Leben wurde.
Die Goethestraße 14 heute

Heute noch wird das Haus in der Goethestraße 14 regelrecht von hartnäckigen Fans belagert und manchmal sogar auch unrechtmäßig betreten. Erst in jüngster Zeit soll ein Fan einfach in das Haus eingedrungen sein, als er die Eingangstüre geöffnet vorfand. Die Eigentümerin war schwer erschrocken, als plötzlich ein fremder Mensch mitten in ihrem Wohnzimmer stand! Diese Information habe ich quasi aus erster Hand von der freundlichen Nachbarin nebenan erfahren, die an den Festivalwochenenden Fotoabzüge und einige andere Elvis-Souvenirs auf ihrem Grundstück verkauft. Der Verkaufsstand dort ist letztendlich genau aus diesem Zweck entstanden: durchgeknallte Elvis Fans von solchen Aktionen wie Hausfriedensbruch abzubringen. Eine wirklich sehr gute Idee!


All diese Erinnerungen von Zeitzeugen, die ich mittlerweile überwiegend aus den Biografien entnehmen konnte, zeichnen ein lebendiges Bild von Elvis’ Alltag in Bad Nauheim, der geprägt war von einer Balance zwischen militärischer Pflichterfüllung und dem Leben als junger Mann, der versuchte, trotz aller Umstände ein Stück Normalität zu bewahren. Bis zu seiner Abreise am 02.März 1960, lebte Elvis in der Goethestraße 14. Als er sich am Abreisetag ausführlich von seinen Fans und Freunden verabschiedet hat, soll er sogar einige seiner Anschaffungen die er während seiner Zeit in Bad Nauheim gemacht hatte, verschenkt haben. Die Fanpost blieb jedoch in der Goethestraße zurück. Quelle: Buch „Elvis in Deutschland“ von Christian Peters und Jürgen Reiche.*
ADRESSE: Goethestraße 14, Bad Nauheim (s. Übersicht aller Elvis-Spots ganz unten im Beitrag)
Weitere Anekdoten über Elvis in Bad Nauheim
Elvis das Verkehrshindernis
Die Bezeichnung „Elvis, das Verkehrshindernis“ ist eine humorvolle Anekdote aus Bad Nauheim. Es wird erzählt, dass Elvis mit seiner auffälligen Erscheinung und seinem Charisma in den Straßen der Stadt oft für Aufsehen sorgte und sich nicht wie ein gewöhnlicher Soldat verhielt. Dabei soll er sich gelegentlich so präsent und langsam bewegt haben, dass er für den Straßenverkehr quasi ein „Hindernis“ dargestellt habe. Das rührte vermutlich von seiner Gelassenheit und manchmal etwas unbeholfenen Art, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Leider finde ich die Quelle dazu aktuell nicht mehr.
Fan-Club „Wache halten“ vor dem Haus
Ein Zeitzeuge schildert in einem Beitrag des Spiegel, dass Jugendliche fast täglich zum Haus in der Goethestraße gegangen seien. Sie hätten genau gewusst, wann Elvis vom Dienst kam oder wegfuhr. Es gab einen kleinen „Club“, der abwechselnd Wache hielt und sich gegenseitig informiert habe („Jetzt ist er weggefahren“, „Gleich kommt er wieder“). Quelle: Elvis Presley 1958 in Friedberg, Hessen – Amateurfotos – DER SPIEGEL

Eine Tischdecke voller Elvis-Autogramme
Vom Gipfel des Johannisbergs genießt man einen wunderschönen Blick auf Bad Nauheim und die Wetterau. Auch damals ein beliebtes Ausflugsziel. Seit 1858 befindet sich dort ein Restaurant, das heute im Wesentlichen erhalten geblieben ist. Eines Tages luden die damaligen Wirtsleuten Horst und Annemarie Brückner Elvis Presley persönlich ein. Sie erhofften sich davon natürlich auch ein volles Haus und guten Umsatz, denn wo Elvis war, strömten die Fans in Scharen. Tatsächlich war der Andrang wohl heftiger als gedacht. Der King gab wie immer fleißig Autogramme auf alles was man ihm reichte. Später als sich der Sturm gelegt hatte, erlebten die Wirtsleute jedoch eine Überraschung, oder besser gesagt, einen Schock: Die neue weiße Tischdecke war übersät mit dutzenden Elvis Autogrammen. Was heute ein unbezahlbares Erinnerungsstück wäre, landete damals kurzerhand im Mülleimer! Ich mag nicht wissen, wie oft sie diese Aktion im Nachhinein bedauert haben. Ich war alleine schon beim Lesen dieser Anekdote fassungslos! „how dare you!“ Quelle: Buch „Elvis in der Wetterau“ von Heinrich Burk*
Private Termine wenn alle schliefen
Elvis mochte es ruhig, vor allem wenn es um private Termine ging. Sein Zahnarzt, Dr. Atta in Bad Nauheim, wusste das und öffnete die Praxis oft erst spät am Abend, wenn der Wartebereich leer war. (Einen Zahnarzt „Dr. Atta“ konnte ich online nicht verifizieren, daher bleibt diese Angabe unklar und ohne Gewähr.) Auch sein Friseur Herr Leutzer vom Salon Jean Hemer soll ihm spätabends die Haare geschnitten haben, ohne Publikum und ohne Fantrubel. Es gab aber auch den Kasernen-Friseur Karl-Heinz Stein, der zu den wenigen gehörte, die Elvis so nah kamen und er bewahrte ein ganz besonderes Andenken auf: einige Haarsträhnen und die Haarschneide-Utensilien von Elvis. Mehr darüber und weitere Anekdoten & Zeitzeugenberichte, gibt es im Buch „Elvis in der Wetterau“ von Heinrich Burk*

Übersicht über alle Elvis Spots in Bad Nauheim
Verpasste Elvis Spots in Bad Nauheim
- Den Aussichtspunkt auf dem Johannisberg (s. oben), obwohl wir nicht weit davon entfernt entlang spaziert sind
- Elvis als Ampelmännchen, an der Untere Parkstraße / Ecke Zanderstraße, offiziell eingeweiht am 5. Juli 2019
- Die Elvis-Sitzbank, an der Zanderstraße, direkt neben der Usa-Brücke
- Das Straßenschild „Elvis-Presley-Platz“ in Bad Nauheim“, direkt neben Hotel Grünewald und in der Nähe des Gedenkortes mit dem Portrait Relief, habe ich leider in dem ganzen Festivaltrubel verpasst
- Die Elvis Bushaltestelle „Jailhouse Rock“ am Aliceplatz
- Das Café Bienenkorb (heute Löber), die damals eine Schokoladentorte zu seinem 24. Geburtstag gebacken hat und laut Google-Bewertungen bis heute jeden Tag gebacken wird. Man muss nur nach der „Geburtstagstorte von Elvis“ fragen.
Als Elvis Bad Nauheim am 02. März 1960 verließ, sagte er bei einer Pressekonferenz: „Bad Nauheim war wunderschön. Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Ich werde es nie vergessen. Bad Nauheim ist nach Memphis meine zweite Heimat geworden. Ich werde bestimmt wiederkommen.“
Er sollte nie zurückkehren, doch die Stadt hat ihn nie vergessen. Und wer heute durch Bad Nauheim spaziert, hat das Gefühl, dass Elvis hier nie ganz gegangen ist. Als hätte er ein Stück seiner Seele dieser Stadt geschenkt.

Entdecke mehr von Frau Zuckerbrötchen
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.




Ein Kommentar zu „Mit Elvis Presley durch Bad Nauheim – eine Zeitreise“