
Speyer, warum habe ich dich so lange ignoriert? Ich weiß es nicht. Dabei hatte ich immer wieder mal von dir gehört, auch von deinem beliebten und bekannten Technik Museum, bin aber nie wirklich darauf eingegangen. Verzeih mir. Wie es halt so ist im Leben, wenn der Fokus auf andere Dinge gerichtet ist.
Dann schwärmte mir mein Arbeitskollege vor einigen Monaten von dir, er hatte dich vor über 30 Jahren im Rahmen einer Ausbildung besucht. Besonders war ihm damals dein Dom und die darunterliegende Krypta in Erinnerung geblieben. Als ich daraufhin die Entfernung recherchierte, war ich mehr als überrascht, dass du dich ja lediglich eineinhalb Stunden Autofahrt von uns befindest. Vom Namen her hatte ich irgendwie immer den Eindruck gehabt, du lägst weit im Norden. Verrückt.

Am Sonntag den 11. Mai 2025, war es dann endlich soweit. Seit langem mal wieder ein Ausflugsziel ohne Map-Orakel. Das Wetter war ideal und wir mehr als motiviert endlich Speyer zu erkunden. Einige Tage vor dem Vorhaben hatte ich meiner Schwester davon erzählt. Sie war sehr daran interessiert mitkommen, denn sie kannte die Stadt auch noch nicht. Gegen 10 Uhr holten wir sie von Stuttgart ab und fuhren ohne große Unterbrechung gleich los.
Keine eineinhalb Stunden später kamen wir an und ich verliebte mich augenblicklich in diese Stadt! Ich weiß nicht ob es mir anders ergangen wäre, wenn uns das Wetter dort nicht so grandios empfangen hätte. Aber es ist passiert. Wieder eine Stadt in Deutschland, in der ich wohnen und leben könnte, neben Heidelberg, Baden-Baden, Meersburg, Hamburg & Berlin. Die Liste wird sicher noch länger werden, denn ich habe die meisten Orte noch gar nicht gesehen.

Was Speyer angeht, stimmt einfach alles was ich an einer Stadt liebe: Grandiose Architektur, weitläufige Straßen & Plätze, wunderschöne Parkanlagen und sie liegt direkt am Wasser! Zudem sind die Immobilienpreise deutlich günstiger als bei uns! Ding, ding, ding!
Die schöne Maximilianstraße entlang, steuerten wir direkt auf den majestätischen Dom zu und ich wurde an die Kathedrale von Notre-Dame erinnert. Wir standen dann eine Weile vor dem großen Domplatz und bewunderten die Architektur und die tolle Atmosphäre. Weite urbane Plätze entfachen stets Glücksgefühle im mir, als würde ich eine Menge positive Energie tanken. Ich liebe diese Bauweise der alten Welt. In Florenz vor dem Dom, erging es mir auch so.
Ich überredete meine Schwester zuerst den Dom zu besichtigen, denn der stand ganz oben auf meiner Liste. Danach haben wir genug Zeit um uns die Stadt anzusehen, etwas zu essen und am Fluss entlang zu spazieren, argumentierte ich und sie gab mir recht. Mittlerweile habe ich genug Städtetrip-Erfahrungen gesammelt, so dass ich sagen kann, beim Schlendern durch eine Innenstadt kommt einem immer irgendetwas in die Quere und prompt ist keine Zeit mehr für die noch offenen Punkte auf der Sightseeing Liste. Oftmals, weil man die Öffnungszeiten verpasst hat.
Der Dom von Speyer – die unterirdische Krypta & der Domaufstieg



Wir betraten den Dom indem wir seinen großen und reich verzierten Eingang öffneten. Die kunstvollen Reliefs und Skulpturen darauf, zeigen biblische Szenen sowie Darstellungen von Heiligen, so heißt es. Dieses Portal ist im Übrigen relativ neu und wurde 1964 von Toni Schneider-Manzell aus Salzburg gefertigt. Die ursprünglichen Portale des Speyerer Doms sind wohl nicht mehr erhalten. Es soll auch kaum historisch gesicherte Aussagen darüber geben, wie diese beschaffen waren. Quelle: Dom-zu-speyer.de. Das Original hat mit Sicherheit beeindruckender ausgesehen.
Ich bin ehrlich, ich habe Gotteshäuser gesehen, die im Inneren weit geschmückter und beeindruckender waren. Der Dom in Speyer ist vergleichsweise schlicht, aber der lange Gang auf der rechten Seite hat mich umgehauen. An seinem Ende ging es die Treppen hoch zu einer weiteren Ebene und mein Blick fiel auf die schmalen Scharten in der Mauer, die wie Fenster wirkten. Es gab mir den Eindruck, als befände ich mich in einer unterirdischen Stadt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Mich zog es automatisch dort hin.

Wir begaben uns auf Erkundungstour und waren sofort von seiner gigantischen Größe beeindruckt. Trotz der zahlreichen Besucher an diesem Tag, hörte man sie kaum. Uns umhüllte beinahe eine gespenstische Stille. Die einzigartige Atmosphäre wirkt wie ein Zauber, so dass wir automatisch leise sprechen. Dann ging es in die unterirdische Krypta mit seinen Kaisergräbern. Der Eingang befindet sich übrigens am Ende des rechten Seitenschiffes, das mich so fasziniert hat. Und zwar links neben den Treppen (siehe Bild oben). Dort befindet sich auch die Kasse für den Eintritt.
Wenn man die Krypta betritt, spürt man sofort wie kühl die Luft hier unten ist. Wir zogen unsere Jacken an. Im Sommer ist es sicher herrlich angenehm. Die Bauweise der Krypta ist beeindruckend. Massive Säulen, mit ihren Rundbögen, tragen die gewölbten Decken über uns. Wahnsinn, diese Steinmetzarbeit von Einst. Ich frage ich immer wieder, warum haben wir es verlernt mit so viel Liebe zu bauen. Die Steine erzählen sicher ihre Geschichten, von ihren Besuchern, den unzähligen Gebeten und den Schicksalen derer, die hier ihren letzten Ruheplatz fanden, doch ich kann sie leider nicht hören.




Mit der Stille überkommt einem automatisch Ehrfurcht. Wir laufen an den Altären vorbei. Sie tragen alle keine Inschrift, aber wir haben einen Flyer erhalten. Im großen Raum befinden sich insgesamt 7 Altäre und zwei Gräber. Ein Sammelgrab im äußeren Osten, mit den Gebeinen die beim Bau des Doms gefunden wurden. Im rechten Flügel das Grab vom Bischof Reginbald II. von Dillingen. Er gilt als Baumeister des Doms. Die Kaisergräber kann man eine Ebene höher besichtigen. Im linken Flügel geht es die Treppen hoch. Ihr seht, meine Aufnahmen sind leider alle zu unscharf und grisselig geworden. Es ist ziemlich dunkel unten.
Dann haben wir noch schnell die Taufkapelle und die Reliquienkapelle (Katharinenkapelle) besichtigt. Beide sind am rechten Seitenschiff zu finden, die Katharinenkapelle befindet sich in der oberen Ebene direkt über der Taufkapelle. Hier werden die Reliquien des Doms ausgestellt. Von Kleidungsfetzen der heiligen Elisabeth, bis hin zu Knochen eines Seligen. Letzteres finde ich ziemlich Makaber. Ich musste mich schütteln. In der Mitte des Raumes befindet sich eine große Öffnung, durch die man direkt runter in die Taufkapelle blicken kann.




Weit größeren Eindruck hat bei mir jedoch die Aussicht vom Turm des Doms hinterlassen. Wir fanden den Zugang draußen auf der linken Seite des Domeingangs. Die Eintrittskarten haben wir uns noch schnell an der Kasse besorgt, als wir nach dem Weg fragten und erfuhren, dass es dafür keine separate Kasse gibt. Im Übrigen verfügt der Speyer Dom insgesamt über vier Türme, aber lediglich einer ist für die Besucher zugänglich.
Die aktuellen Preise könnt ihr unter dem Folgenden Link einsehen: https://www.dom-zu-speyer.de/besuchen/eintrittsgebuehren. Der Eintritt zum Dom selbst ist hingegen kostenlos.
Der Weg nach oben führt über den beeindruckenden Kaisersaal. Dieser beherbergt monumentalen Fresken die im 19. Jahrhundert vom Maler Johann Baptist Schraudolph und seinen Schülern erschaffen wurden. Ursprünglich waren sie an den Wänden des Querhauses angebracht. Seit 2012 sind sie im Kaisersaal zu bestaunen. Wir haben uns kurz Zeit genommen, um die wunderschönen Fresken anzusehen. Außerdem kann man vom Kaisersaal aus auf das Hauptschiff des Doms hinunter blicken. Die Perspektive auf das Innere des Gotteshauses aus dieser Höhe ist beeindruckend.

Es ging dann weiter zum hinteren Bereich des Saals. Dort wurden unsere Eintrittskarten von einem jungen freundlichen Mann kontrolliert. Direkt nebenan führt eine Tür zu den gewendelten Treppen des Turms, wo wir die restlichen Stufen hoch zur Aussichtsplattform gestiegen sind. Insgesamt sind es 247 Stufen hoch zur Plattform.
Der Aufstieg ist nicht so anstrengend wie ich ihn mir vorgestellt habe. Letztes Jahr hatten wir den Ulmer Dom bestiegen und ich hatte noch gut in Erinnerung wie kräftezehrend es gewesen war. Aber wenn man beide Gebäuden vergleicht, ist der Dom in Ulm ca. 27 Meter höher.






Die Steintreppen des Speyer Turms werden irgendwann durch eine Metallkonstruktion abgelöst, so dass das Treppensteigen sogar angenehmer wird. Die Aussichtsplattform oben ist überraschend klein, etwa 20 Quadratmeter habe ich irgendwo gelesen. Wir haben sie an diesem Tag zum Glück für uns allein. An manchen Tagen wird es hier sicher ziemlich eng, geht mir durch den Kopf, aber den Gedanken lasse ich schnell fallen, denn der Blick über die Speyer und die umliegende Region ist atemberaubend! Man hat eine tolle Sicht auf die hübsche Altstadt, den Rhein und die malerische Landschaft drumherum. Wir haben absolut Glück mit dem Wetter und können sogar die Hügel der Vorderpfalz und die Ausläufer des Odenwaldes in der Ferne erkennen. Bei Sonnenauf- oder Untergang muss die Sicht von hier oben spektakulär sein.

Vor unserem ausführlichen Spaziergang am Yachthafen und Rhein, gab es erst mal eine größere Pause und Brunch beim Chinchin Deli, in der Maximilianstraße 92. Leider kann ich euch keine Fotos von unserem späten Frühstück präsentieren, weil wir mittlerweile großen Hunger hatten und uns regelrecht drauf gestürzt haben, als unser Essen endlich serviert wurde. Das Café war aufgrund seiner erstklassigen Lage an der Maximilianstraße natürlich sehr gut besucht, weshalb wir beinahe eine Stunde auf unsere Bestellung warten mussten. Das Warten hat sich jedoch gelohnt, das Frühstück war ausgesprochen lecker.
Spaziergang zum Yachthafen und am Rhein entlang

Als zweiter Punkt auf unserer Liste, stand ein Spaziergang am Rhein und die Besichtigung des Yachthafens von Speyer. Von unserem Standort in der Maximilianstraße, führt die Route ein Stückweit durch den Domgarten, bis zu den Heidentürmchen, und von dort aus den Pfad links entlang. Irgendwann sichtet man eine Fußgängerbrücke, die über den Speyerbach zur anderen Seite und zum Sea Life führt. Hier direkt um die Ecke von Sea Life befindet sich auch schon der bekannte Yachthafen.
Die Optik des Yachthafens wirkte irgendwie zu industriell auf mich. Vermutlich lag das an der hohen, schwarzen Betonmauer die sich über die gesamte Häuserfront zieht. Ich hatte mir den Yachthafen von Speyer tatsächlich etwas idyllischer vorgestellt. Die gängigen Adjektive für diesen Ort kann ich persönlich nicht unterschreiben, denn ich habe im Laufe meiner zahlreichen Trips sehr viele schöne Häfen gesehen. Aber das ist meine Meinung, die muss selbstverständlich nicht jeder teilen. Dennoch sehr sehenswert.
ADRESSE
Yachthafen Speyer
Im Hafenbecken 7-9, 67346 Speyer





Es ging direkt weiter zur Speyerbach Mündung. Mit einem recht kurzen Aufenthalt dort, spazierten wir rüber zum Helmut Kohl Ufer und genossen mit vielen weiteren Spaziergängern an diesem Tag, die herrliche Sicht auf den Rhein. Man kann denken was man will, aber eine Stadt am Wasser gelegen, gibt einem ein ganz besonderes Lebensgefühl und genau das konnte ich hier in Speyer beobachten. Die Menschen genossen das Wasser auf ihre Weise: sie fuhren mit dem Boot gemächlich am Rhein entlang, sausten mit Jetskis über die Wellen, entspannten am Rheinstrand Speyer, oder tankten am Ufer liegend die herrliche Mittagssonne des Frühlings.
ADRESSE
Rheinstrand Speyer
Am Neuen Rheinhafen 1, 67346 Speyer
Unser Spaziergang am Wasser führte südlich weiter, entlang des Weges Am Neunen Rheinhafen, durch eine hübsche Baumallee die uns herrlichen Schatten und etwas Abkühlung spendete. Wir genossen die Stille hier, denn bis auf ein paar Radfahrer, waren wir die einzigen Spaziergänger auf der Strecke. Übrigens konnten wir auf die anderen Seite des Rheins, rüber auf unsere Heimat Baden-Württemberg blicken, währen wir selbst in Rheinland-Pfalz standen. Witzig.



Wir schlenderten gemächlich weiter bis zur Ecke Joachim Becker Straße und bogen nach rechts ab, wieder zurück zur Stadtmitte. Hier war einiges los an den Parkplätzen. Wir wunderten uns über das Gedränge von Fahrzeugen, die alle auf der Suche nach Parkplätzen waren.
Zaungast beim Brazzeltag in Speyer
Den Grund dafür registrierten wir erst später, ein paar Straßen weiter, genauer gesagt am Technik Museum Speyer. Hier war vielleicht was los! Ein riesen Spektakel wurde uns geboten. Später erfuhr ich, dass wir durch unseren ausführlichen Spaziergang durch die Stadt, zufällig auf den Brazzeltag gestoßen waren. Das bestätigt wieder einmal was ich stets sage: spontane Spaziergänge abseits der Pfade, werden nicht selten reich belohnt.






Wir wären gerne geblieben um uns die Veranstaltung direkt aus der Nähe anzusehen, als nur neidisch durch den Zaun zu linsen. Doch genau in dem Moment als wir abstimmen wollten, brach hinter dem Zaun ein monströses PS Gebrüll aus. Die Motoren wurden hochgejagt bis ans Limit und der Qualm über den Festivalplatz wurde dichter. Da bekam Töchterchen Angst. Es wurde einfach viel zu laut für sie. Schade, wir haben sicher einige tolle Eindrücke verpasst.
ADRESSE
Technik Museum Speyer
Am Technik Museum 1, 67346 Speyer
Spaziergang durch die Altstadt von Speyer
Es ging zurück zur Maximilianstraße. Wir verspürten plötzlich Lust auf Eis. Nur wenige Schritte entfernt in der Salzgasse, entdeckten wir endlich eine Eisdiele mit ausreichend freien Plätze draußen im Schatten. Dort gönnten uns jeweils eine dekadente Portion köstliches Eis, garniert mit frischen Früchten und Sahne. Es war einfach herrlich, an so einem wunderschönen, sonnigen Tag mitten in einer belebten Gasse in der Altstadt zu sitzen und das Treiben der Menschen zu beobachten.



Danach ging es los die Altstadt erkunden. Unser Spaziergang führte von der Stuhlbrudergasse am Dom vorbei, rechts über die Tränkgasse bis zur Sonnenbrücke. Die aus dem Mittelalter stammende Brücke war früher auch als Nikolausbrücke bekannt und ist noch fast ursprünglich erhalten. Auf der einen Brückenseite befindet sich eine kleine Statue des heiligen Nikolaus. Von hier hat man eine ganz besondere Sicht über den Speyer Dom und seine Türme (Bild oben).
Dann beschlossen wir wieder zurück über die Pistoreigasse, in die entgegengesetzt Richtung zu laufen um uns den restlichen Teil der Stadt anzusehen. Wir entdeckten charmante Läden, malerischen Cafés und hübsche Restaurants, die (bis auf die Läden die zu hatten) alle gut besucht waren. Wir merkten recht schnell, Speyer ist auch sonntags abseits der Maximilianstraße recht belebt. Ich liebe das!








Ab und zu sah man auch hübsche Oldtimer durch die Straßen von Speyer cruisen, vermutlich Teilnehmer des Brazzeltag Festivals. Dann, während unseres Streifzugs durch die Gilgenstraße, erblickte ich durch ein offenes Fenster Mr. Spock, in beinaher Lebensgröße. „Ja mega! Was ist das hier?“, fragte ich laut. Wir suchten den Eingang und standen im coolen Restaurant Flaming Star im Pfalzgraf.








Direkt nach dem Eintreten begrüßte mich die Elvis Presley Ecke (TCB) und als Elvis Fan war ich natürlich sofort begeistert von dieser Location, ohne den Rest überhaupt gesehen zu haben. Nun wundert es mich auch nicht mehr, warum das Restaurant nach einem Film von ihm benannt wurde (Flaming Star dt. Flammender Stern von Elvis Presley, 1960).
Wie schade dass wir bereits unseren Hunger gestillt hatten, sonst hätten wir es uns genau in dieser Ecke bequem gemacht und mindestens einen New York Club Sandwich oder einen Burger gekostet. Wir liefen staunend durch das Restaurant. Ich muss sicher etliche Wow´s von mir gegeben haben, denn hier wurden gleich mehrere Fan-Herzen von mir glücklich gemacht: Star Trek, Star Wars, Marvel, Stephen King. Das Personal war sehr freundlich. Wir durften uns ausgiebig umsehen und auch Fotos machen. Bei meinem nächsten Speyer Besuch wird definitiv hier gegessen!
ADRESSE:
Flaming Star im Pfalzgraf
Gilgenstraße 26B, 67346 Speyer
Im Domgarten von Speyer verweilen


Am Heidentürmchen | Überreste der alten Stadtmauer mit einem Wachturm. Leider nicht begehbar.
Der Tag war noch relativ jung und da wir unterwegs zum Yachthafen den schönen Domgarten lediglich kurz durchgelaufen waren, beschlossen wir unsere restliche Zeit dort ausklingen zu lassen. Das Areal ist wirklich wunderschön idyllisch. Weite, gepflegte Wiesen und hohe Bäume laden zum Picknicken ein. Hier kann man chillen, in Ruhe ein Buch lesen, träumen, Barfuß laufen und Bäume umarmen oder man besucht das hübsche Domgarten-Cafe.

Wir fanden einen breiten Baumstamm unter Bäumen und setzten uns hin. Irgendwann begannen die anderen nach vierblättrigen Kleeblättern zu suchen, sie wurden tatsächlich sogar fündig, beobachtete ich währenddessen die Vögel im Park und machte ein paar hübsche Aufnahmen. Ein bisher unbekanntes Feld für mich, was mir sogar richtig Spaß gemacht hat. Mit meinem 70 – 200 mm Objektiv konnte ich leider nicht nah genug ran zoomen. Ein Teleobjektiv mit mindestens 300 mm Brennweite wäre ideal gewesen.


Zum Schluss noch ein paar interessante Fakten über Speyer
- Speyer gehört zu den ältesten Städten Deutschlands mit über 2000 Jahre alte Geschichte. Sie war ein bedeutendes Handelszentrum und wurde von den Römern gegründet.
- Der Speyer Dom, ein UNESCO-Weltkulturerbe, war einst die größte Kirche der Welt und zählt zu den bedeutendsten romanischen Bauwerke in Deutschland
- Die Stadt hat eine der ältesten jüdischen Gemeinden in Deutschland. Es gibt eine alte Synagoge, erbaut im 11. Jahrhundert und weitere Sehenswürdigkeiten der jüdischen Geschichte zu sehen.
- Viele berühmte Persönlichkeiten haben eine besondere Verbindung zu Speyer: Konrad Adenauer, Johannes Gutenberg und Gottfried Wilhelm Leibniz. Und der langjährige Bundeskanzler Helmut Kohl wurde hier am 1. Juli 2017, am Domkapitelfriedhof in Speyer beigesetzt.
- Geheimnisse & Legenden: Unter Speyer soll sich ein weitläufiges Netzwerk von Tunneln und Gewölben erstrecken, die bis in die römische Zeit zurückreichen. In der Krypta soll es Geister geben die die Kaisergräber bewachen und eine lokale Legende besagt, dass die Zwiebel die in der Region angebaut wird, besondere Kräfte für Wohlstand und Fruchtbarkeit besitzt.
- Einige Filme & TV-Produktionen die in Speyer gedreht wurden: Die Päpstin (2019), Die Flucht (2007), Schinderhannes (1958), verschiedene Tatorftolgen und die Dokumentation „Kaiser Friedrich II“.
- Traditionelle Gerichte: Pfälzer Saumagen, Kümmelbraten, Schwartenmagen, Speyer Bretzel.
- Das älteste Gaststätte von Speyer: trägt heute den Namen Phlipp eins Speyer. Das Gebäude befindet sich in der Altstadt, weitgehend noch aus der Renaissance-Zeit erhalten.
Frau Zuckerbrötchen Guide
Interaktive Speyer-Karte
Ausgewählte Orte für einen schönen Tagesausflug nach Speyer: Sehenswürdigkeiten, Cafés, Museen, Flussspaziergänge und praktische Tipps auf einen Blick.
Karte öffnenAll diese beindruckenden Sehenswürdigkeiten und unsere spontanen Entdeckungen, kombiniert mit dem herrliche Wetter, machten unseren Tagesausflug zu etwas ganz Besonderem! Speyer, ich fürchte, du wirst mich noch öfter wiedersehen müssen.
Macht´s gut ihr Lieben und bis bald,

Entdecke mehr von Frau Zuckerbrötchen
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



