Monaco am Grand Prix Wochenende

Ohne das Formel 1 Event, das zufällig stattfand als wir Monaco im Mai 2018 besuchten, hätten wir vermutlich mehr von dieser hübschen Stadt an der Côte d’Azur gesehen. Dafür aber dieses faszinierende Spektakel anlässlich des Grand Prix, nicht live erfahren und erleben dürfen. Auch wenn wir nicht aktiv daran teilnehmen konnten, so wurden wir doch mitgerissen von der pulsierenden Atmosphäre.

Wir beobachteten jede Menge neugieriger Menschen die sich um den Bereich der Boxengasse drängten, um vermutlich einen Blick auf die berühmten Rennfahrer zu erhaschen. Euphorische F1-Fans die feierten, als wären sie in ihrem Mecca angekommen. Beobachteten die High Society am Hafen, wie sie in ihren Jachten Privatpartys nebst Bedienung zelebrierten, oder in ihren Nobelkarossen durch die Häuserschluchten der Stadt brausten. Klapperten mit vielen Anderen zu Fuß die legendären F1-Strecke ab und fühlten uns dabei wie auf einem Pilgerweg, um um uns dann Mitten in einer ohrenbetäubenden Grand Prix Open-Air-Party zu finden. Was für ein einmaliges Erlebnis!

Klar mussten wir den berühmten Circuit von Monaco komplett entlang laufen, als wir erfuhren, dass wir die Rennstrecke als Fußgänger betreten durften. Das freie Training war zum Zeitpunkt bereits beendet, aber für den regulären Verkehr war die Strecke noch gesperrt. Wir kamen gerade rechtzeitig, denn kaum hatten wir die Strecke zu Fuß umrundet, wurde die Sperre für den Autoverkehr wieder aufgehoben. Vermutlich bis zum Qualifying am nächsten Morgen.

Wer sich dafür interessiert wie sich die einzelnen Fahrer damals qualifiziert haben, findet die Qualifyingliste unter: motorsport-magazin.com.

Ein Teil des Circuits führt direkt am Hafen vorbei. Hier konnte man jede Menge luxuriöse Yachten bewundern, die hauptsächlich nur wegen des Grand Prix hier parkten. Ich mag gar nicht wissen, wieviel man für einen Platz direkt an der Rennstrecke und für die VIP-Logen am Hafen hinblättern muss. Vermutlich würde mir davon nur schwindlig werden.

Ein hoher Zaun entlang des Hafens und der Rennstrecke störte die Sicht etwas. Schätze sie soll auch dazu dienen, dass den edlen Zuschauern keine Fahrzeugteile um die Ohren fliegen.
Bye the way...der Grand Prix von Monaco ist die langsamste aber schwierigste F1-Strecke. Sie ist sehr eng, so dass ein Überholen schwer möglich ist und führt als einzigste durch einen Tunnel. Im Grunde ist sie auch keine Rennstrecke, denn alljährlich werden hier zahlreiche Straßen der Stadt abgesperrt und von Verkehrsschildern und sonstiges befreit, um dann für das Rennen mit Leitplanken, Zäunen und Curbs in eine Rennpiste umgewandelt.

Der GP in Monaco beginnt meist mit dem Ende der Filmfestspiele von Cannes, so dass viele Prominente sich noch auf Urlaub an der französischen Riviera befinden um auch beim Grand Prix von Monaco dabei zu sein. Daher ist die Chance groß auf internationale Stars zu treffen.

Monaco hat aber noch viel mehr zu bieten

Wie bereits angedeutet haben wir sonst nicht viel von der Stadt gesehen. Der F1-Rummel war einfach viel zu verlockend. Aber immerhin konnten wir durch eine Rundfahrt mit dem Auto einen Eindruck von dieser besondere Stadt erhalten und entdeckten viele tolle Stellen für eine traumhafte Aussicht auf die Küste. Im Grunde reicht es dazu schon irgendwo den Hügel hoch zu fahren.


Hier fahren so hochkarätige Fahrzeuge herum, dass man mit einem Porsche kaum wahrgenommen wird.

Die ganze Stadt ist im Grunde eine Sehenswürdigkeit. Das Fürstentum ist klein, tatsächlich nur 2,02 km² groß, aber umso faszinierender, denn die extrem dichte Bauweise auf einem steilen Felsen macht sie so besonders. Hier türmen sich Hochhäuser an den Abhängen und schmiegen sich eng an alte und neue Gebäuden, und selbst unterirdisch ist einiges los.

Hier habe ich zum Beispiel den ersten unterirdischen Kreisverkehr meines Lebens gesehen und Eingänge zu Parkgaragen, Supermärkten oder Restaurants. Auch der Bahnhof von Monaco hat einen unterirdischen Zugang. So durchlöchert wie der Felsen unter der Stadt zu sein scheint, ist es ein Wunder dass bisher noch nichts zusammengebrochen ist…

Die Veuve Clicquot Airstream-Popup-Bar in Monaco

Öffentliche Lifts und Aufzüge in Monaco

Monaco besitzt viele öffentliche Lifts, die Fußgänger schnell nach oben oder unten befördern, denn einige Straßen der Stadt sind ziemlich steil. Wo die einzelnen Lifts stehen, findet ihr auf: maps-monaco.com/

Der Bahnhof von Monaco

Auf den Bahnhof Gare De Monaco war ich ziemlich neugierig, zumal er als sehr sehenswert gelobt wurde. Viel lieber hätte ich den Fürstenpalast oder den botanischen Garten Jardin Exotique besichtigt, doch wir hatten zu viel Zeit auf der Rennstrecke verbracht.

Besichtigt haben wir den Bahnhof, weil sich der Zugang am Rue Sainte-Dévote praktischerweise direkt neben der Rennstrecke befand. Man muss jedoch zahlreiche Treppen nach oben erklimmen um den großen Eingang zu erreichen. Auf dem Weg dorthin, läuft man links an der katholischen Kirche Église de Sainte-Dévote vorbei, die sich unterhalb einer Bogenbrücke befindet. Der Anblick des Platzes übt wirklich eine besondere Atmosphäre aus, so eingebettet zwischen den Felsen.

Im Übrigen gibt es an der Rue Sainte-Dévote keinen Aufzug. Es führen zahlreichen Treppen nach oben. Für Gehbehinderte nicht geeignet!
Für die gibt es drei Zugänge zum Gare de Monaco: am Pont Sainte Devote(am Fuße des Boulevards Princesse Charlotte), am La Condamine ( L’allée Lazare Sauvaigo / Ou depuis la rue Grimaldi)  oder am Fontvieille / Le Rocher.

Leider wirkte der Bahnhof ziemlich trostlos. Abseits der Gleise im oberen Bereich des Bahnhofs, war kaum was los. Vielleicht hatte es auch was mit dem Grand Prix zutun, sonst wäre es schade um das Potential des schönen Bahnhofs. Es gab einen Kiosk, um dessen Bereich sich ein paar Leute aufhielten, aber das restliche Areal war ziemlich verlassen. Auch an der Bar, direkt am großen Bogenfenster mit einem wunderschönen Blick auf den Hafen, war nichts los. Hauptsächlich schienen sich hier Touristen aufzuhalten, die vermutlich aus den umliegenden Ortschaften hergependelt waren.

In Monaco fährt man mit dem Bus. Die Stadt hat 5 Buslinien (1,2,4,5,6), die von 7:00 Uhr bis 21:30 Uhr, alle 10 Minuten fahren. An Wochenenden und Feiertagen alle 15-20 Minuten. Mehr Informationen bekommt man auf: visitmonaco.com/.

Das Casino von Monte Carlo

Das berühmte James Bond Casino (diente als Filmkulisse im „Casino Royale“)

Ich weiß, ich weiß! In Monaco gewesen zu sein und nicht kurz ins berühmte und pompöse Casino reingelugt zu haben, kommt einem Verbrechen gleich. Doch als wir an dem Morgen von Nizza aus gen Monaco aufbrachen, haben wir nicht an die Kleiderordnung für das Casino gedacht. Für die Gäste des Casinos gilt nämlich eine strenge Kleiderordnung. Shorts, Turnschuhe und Flip-Flops sind absolut Tabu! Und ab 20 Uhr gilt für die Herren Jacketzwang! Der Eintritt kostet 10 Euro.

Die Statue von Hector Berlioz am Place du Monaco (hinter dem Casino)
Die Hand Of Fate Statue am Place du Monaco – Bitte NICHT nachmachen! *räusper*

Eine schöne Aussicht auf den Yachthafen in Monaco

Oberhalb des Boulevard Louis II – Eine kleine Ruheoase

Diesen schönen Aussichtspunkt oberhalb des Boulevard Louis II, findet man, wenn man die Grünanlagen am Place du Monaco entlang in Richtung Yachthafen läuft. Und zwar nimmt man links den Weg von der Hector Beliotz Statue, die Treppen runter zu einem kleinen Park mit einer Aussichtsplattform. Leider konnte ich nirgends den Namen dieses Platzes ausfindig machen.

Blick auf das Mosaikpool Hexa Grace „Le ciel, la mer, la terre“, 1979 von Victor Vasarely

Wir haben hier Rast gemacht um unsere Füße etwas auszuruhen. Zudem bot es eine tolle Gelegenheit unseren kleinen Hunger mit ein paar Snacks zu stillen, die wir uns von einem kleinen Supermarkt in der Stadtmitte besorgt hatten.

Der Platz ist sehr Sonnenverwöhnt und bietet nur wenige Sitzplätze im Schatten, und die sind sehr begehrt. Die Unkomplizierten finden bestimmt einen Platz auf der Gartenmauer.


Monaco ist eine teure Stadt, daher haben wir unsere Unterkunft bewusst in Nizza gewählt. Mal ehrlich, schon alleine das Wort Monaco zu hören, erzeugt ganze Bilder von Prunk und Reichtum im Kopf. Und tatsächlich läuft hier so viel Reichtum auf einem Fleck herum, das mir bewusst wird, das ich Lichtjahre von so einem Leben entfernt bin. Dennoch war es schön etwas daran zu schnuppern.

Jedoch stellten wir überrascht fest, dass man in Monaco günstiger essen gehen kann als wir geglaubt hatten – und – dass das Parken in Stuttgart deutlich teurer ist!

Am Ende noch ein paar schöne Eindrücke vom Fürstenstaat

Falls ihr euch für weitere Sehenswürdigkeiten in Monaco interessiert, einfach auf den Button unten klicken.

Dann mache ich mal Schluss für heute. Macht’s gut ihr Lieben und bis hoffentlich bald,

Verfasst von

Hallo, schön dass du hier bist. Hier findest du Freebies von meinen Designs, ein paar Reiseerlebnisse und noch allerlei andere Dinge die mich im Alltag beschäftigen, mich bewegen, begeistern, inspirieren und zum Selbermachen anregen. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei. Würde mich freuen!

4 Kommentare zu „Monaco am Grand Prix Wochenende

  1. Als ich die Fotos gesehen habe kamen die Erinnerungen wieder von meinem Monaco Besuch. Damals es war glaub im August war der legendäre Grand Prix bereits lange abgezogen und auch alle Spuren davon. Ich weiß aber noch dass die Tochter unten am Freibad das teuerste Eis gegessen hat wo ich je bezahlt habe.
    Die Strecke sind wir übrigens auch abgelaufen ! Dann ich mit kurzen Hosen ins Casino. Kurz hinter dem Eingang hat man mich schon abgefangen und auf die Kleiderordnung hingewiesen was soviel bedeutete bitte umdrehen und das Casino verlassen.
    Tolle Autos und Jachten klar jede Menge und man kommt aus dem stauen nicht wieder raus ! Die Speisekarte vom Hotel de Paris gegenüber vom Casino blieb mir auch noch in Erinnerung , vor allem wegen der Preise !!!
    Wir waren damals im Urlaub an der Italienischen Riviera bei Alassio und haben eben hier einen Tagesausflug unternommen. Bereut habe ich es keine Sekunde !!!
    ps: Wir waren damals oben am Fürstenpalast und haben sogar eine Wachablösung gesehen !!! Also Monaco muss man einmal im Leben gesehen haben und dann noch am Formel I Wochenende was will man mehr !!!! Tolle Beitrag und danke für die Erinnerungen !!! LG Manni

  2. Ein toller Beitrag über Monaco und du hast schöne Fotos gemacht. Den Besuch am Formel I Wochenende zu machen ist ja genial. Bisher war ich noch nicht dort, aber ich möchte noch unbedingt dort hin – irgendwann😃
    LG Andrea

  3. Ach Monaco. Es ist so ein Staat, bei dem ich immer nicht weiß, ob ich ihn mag oder doof finde. Ich erinnere mich, an das teure Eis, wo eine Kugel soviel gekostet hat wie hier ein Becher voll. Und so dicht besiedelt ist auch nicht so mein Ding, aber dennoch hat dieser Staat irgendetwas. Also deswegen kann ich ihn doch nicht ganz doof finden. Nach deinen Fotos ja sowieso nicht, denn die sind prima geworden.
    Liebe Grüße

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