{DIY – Idee} // Briefe mit der Mobilen Briefmarke – mehr als nur zweckmäßig

Gestaltungsideen für die mobile Briefmarke

Hallo ihr Lieben, heute habe ich wieder eine kreative Idee aus meiner Denkwerkstatt mitgebracht. Für alle Paper Lover, Hobby-Briefeschreiber, Journaling-Fans und jeden, der es mag nützliche Dinge gern ein bisschen hübscher zu gestalten. In letzter Zeit musste ich nämlich öfter Briefe verschicken. Zugegeben eher behörderlicher Natur, als private Briefe. Frankiert werden sie immer mit der Mobile Briefmarke der Deutschen Post, diesen Code, beginnend mit „#PORTO“ und darunter eine 8-stelligen Zeichenfolge.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag ist rein redaktionell, ich habe keine Kooperation mit der Deutschen Post und wurde für diesen Text nicht bezahlt!

Falls ihr die Mobile Briefmarke der Deutschen Post tatsächlich noch nicht kennen oder nutzen solltet, dann versäumt ihr aber etwas, was wirklich euren Alltag extrem erleichtern kann. Vor allem wenn ihr mal spontan ganz schnell etwas abschicken müsst. Selbst unterwegs könnt ihr eure Briefe jederzeit frankieren, vorausgesetzt, ihr habt so wie ich immer einen Stift in der Tasche.

Folgendes vorweg: In diesem Beitrag geht es nicht ganz darum gewöhnliche Briefumschläge hübsch zu gestalten, in den Hobbykreisen auch Envelope Art genannt. Nein, dafür gibt es eine eigene breite Community. In meinem Beitrag geht es primär darum, Briefe & Postkarten mit der Mobile Briefmarke ein wenig aufblühen zu lassen. Wer mag, kann natürlich beides machen, sollte aber ein paar Regel beachten. Dazu komme ich weiter unten.

Gestaltungsideen für die mobile Briefmarke
Meine beiden ersten Test-Sendungen an die Tochter. Dabei habe ich einiges festgestellt. Mehr dazu weiter unten

Das Ganze funktioniert völlig easy entweder über die DHL-App oder im Online Shop der Deutschen Post. Ihr wählt dort einfach das richtige Briefformat aus und bezahlt die Gebühr für das jeweilige Porto bequem mit PayPal. Im Anschluss darauf bekommt ihr sofort euren Frankier-Code übermittelt. Diesen schreibt ihr einfach oben rechts auf den Umschlag und könnt den Brief direkt unterwegs in den nächsten gelben Kasten einwerfen.

Das erspart mir z.B. den Weg zu Postfilialen in den umliegenden Ortschaften, sowie oftmals auch das nervige Anstehen an einer langen Schlange. Deshalb liebe ich diese nützliche kleine technische Errungenschaft!

Ihr müsst wissen, in unserem Ort ist die Postfiliale seit dem Umzug in einen kleineren Laden nämlich kaum mehr geöffnet. Aus diesen Grund ist es auch immer ein Ärgernis, wenn Pakete in verschiedenen Abholstationen landen, die mehrere Kilometer vom Wohnort entfernt sind. Ich selbst bin zwar mobil, aber wie geht es den älteren Mitmenschen, die, aus welchen Gründen auch immer diese Möglichkeit nicht haben? Deutschland will digital werden, aber hat sie dabei auch an unsere Senioren gedacht? Aber das ist eigentlich schon wieder ein ganz eigenes Thema…

Gestaltungsideen für die mobile Briefmarke
Meine Tests bzgl. Wirkung & Kombination der Stempel miteinander und Notizen dazu

Nach dem x-ten Brief dachte ich, warum dieser nützlichen Sache nicht ein bisschen buntes Leben eintauchen, damit die Umschläge wieder etwas netter aussehen. Man bekommt heutzutage so selten Briefe, und wenn man sie dann mit einer Mobilen Briefmarke abschickt, müssen sie ja nicht unscheinbar und zweckmäßig bleiben. Die Umschläge oder Postkarten lassen sich in wenigen Minuten aufhübschen. Über diese kleine Wertschätzung freut sich der Empfänger und bestimmt auch der Postbote.

P.S: Ihr könnt bei der Deutschen Post eure Briefmarken selbst gestalten und personalisieren lassen, wenn ihr mit meiner DIY-Idee doch nichts anfangen könnt. Und was die digitalen Briefmarken mit dem Matrixcode noch so alles können, erfahrt ihr hier: deutschepost.de.

Ich habe natürlich erst mal einige Testbriefe verschickt, bevor ich beschloss über meine Idee zu schreiben. Insbesondere um zu überprüfen, wie sie beim Empfänger ankommen, auch im Hinblick auf den Platzbedarf rund um den Code. Überraschendes Fazit: Die Briefe kommen exakt so an, wie sie abgeschickt wurden. Am Code selbst wird tatsächlich nichts verändert, das heißt, es gibt weder einen Entwertungsstempel noch eine andere Kennzeichnung. Einzig angebracht ist wie üblich der orangefarbene Strichcode am unteren Rand des Umschlags (Der sogenannte Zielcode der Deutschen Post, in dem die Empfängeradresse für die automatische Sortierung der Sendung verschlüsselt ist).

Umso mehr ein Grund die Sendungen ein wenig netter zu gestalten, findet ihr nicht?

Die Nostalgische Variante

Gestaltungsideen für die mobile Briefmarke
Die tollen Postkarten sind von ASSTSS*

Was das Design betrifft habe ich verschiedene Varianten ausprobiert, aber meine Bevorzugte, ist definitiv die Nachbildung der klassischen Briefmarke mit dem bekannten Wellenmuster und dem Stempel. Sie entfacht beim Betrachten Nostalgie und verleiht dem Briefumschlag Charakter und Leben. Hätte der Umschlag ein Bewusstsein, würde er nun mit Stolz und Freude durch die Weltgeschichte reisen um dem Empfänger ein Lächern ins Gesicht zu zaubern.

Ich habe bei meinen Testsendungen zudem wichtiges festgestellt: Briefmarken, die ich mit einem Klebestift angebracht hatte, sind wieder abgefallen. Zunächst dachte ich enttäuscht, sie wären bewusst abgemacht worden da nicht erlaubt. Habe dann aber recherchiert. Klebestifte bieten nur eine dünne, eher spröde Klebeschicht. Und wenn die DIY-Marken der hohen Geschwindigkeit und die mechanische Belastung in den Postsortiermaschinen ausgesetzt sind, lösen sie sich leicht ab. Mit einem Flüssigkleber passierte das tatsächlich nicht, weil sie stärker haften und quasi mit dem dem Papier verschmelzen. Deshalb empfehle ich stets einen Flüssigbastelkleber zu verwenden!

Für die Nostalgie Variante benötigt ihr:

  • einen Briefmarken-Stanzer* (2,5 cm x 2 cm)
  • Bunte Muster z.B. aus alten Zeitschriften oder Geschenkpapier (kleine Muster kommen dabei am Besten zur Geltung)
  • Klarsichtstempel* zum Thema Briefe
  • Acrylblöcke* in unterschiedlichen Größen
  • oder wer es möglichst originalgetreu mag: Holzstempel Artemio Type*
  • ein Stempelkissen* z.B. von Versafine CLAIR (grau oder schwarz)
  • ggf. Datumsstempel* (für die Angabe des Absendedatums)
  • Flüssig-Bastelkleber (wichtig!)
  • ein feuchtes Tuch, um zwischendurch die Stempel zu säubern. (sonst verkleckert ihr u.U. versehentlich eure Umschläge mit Tinte)
Hinweis: Bei den mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links, auch Affiliate-Links genannt. Wenn Ihr auf der Zielseite etwas kauft, bekommen ich vom betreffenden Anbieter o. Online-Shop eine winzige Vermittlerprovision. Es entstehen für euch keinerlei Nachteile beim Kauf oder Preis. Die Käufe erfolgen zudem anonym; d.h. ich habe keine Einsicht in die personenbezogene Daten!

Beachtet dabei, dass der digitale Code auf jeden Fall deutlich sichtbar sein muss. Er sollte auf keinen Fall auf gemustertem Hintergrund angebracht werden. Das erschwert die Lesbarkeit. Ideal ist natürlich ein weißer, oder unifarbener Briefumschlag. Es sollte auf jeden Fall einen deutlichen Kontrast geben; sprich, ein dunkler Code auf dunklem Muster würde nicht gehen. Der Code sollte zudem gut erkennbar angebracht werden; deutlich lesbar und mit einem Abstand von mind. 0,5 cm – 0,7 cm zur Adresse und den Elementen (DIY-Briefmarken, Stempeln, Rahmen…). Also genug Weißraum drumherum frei lassen und mit einem gut lesbaren Stift (nicht mit Bleistift oder hellem Stift) notiert werden. Angebracht wird der Code, so wie früher die Briefmarke, über der Empfängeradresse oben rechts.

Zusammengefasst, das „Drei-Zonen Regelwerk“ für die Mobile Briefmarke:

  1. Kunstzone ist frei gestaltbar
  2. Pufferzone (0,5 cm – 0,7 cm) frei lassen,
  3. Codezone rein funktional halten (frei von Design & Überlagerung, maximale visuelle Trennung zwischen Inhalt und Gestaltung)

Die Vintage-rustikale Variante

Gestaltungsideen für die mobile Briefmarke
Die tollen Postkarten sind von ASSTSS*

Diese Variante ist etwas weniger verspielt und einfarbig, für diejenigen, die es zwar kreativ, aber etwas rustikaler mögen. Hat beinahe etwas von Steampunk. Vielleicht liegt es auch an meinen hübschen Postkarten*, die mich tatsächlich zu diesen Look inspiriert haben.

Einige Elemente sind von meinen Klarsichtstempeln von Tim Holtz. Die gibt es auf Amazon mittlerweile leider nur als Haftstempel* zu kaufen. Sie sind deutlich teurer, aber dafür von besserer Qualität und haften genauso gut auf einem Acyrlblock. Die Journaling-Fans kennen mit Sicherheit seine tollen Disstress-Stempel für tolle Farbnuancen. Sie lassen sich gut mit Wasser mischen. Für dieses Projekt sind sie jedoch weniger geeignet, da nicht wasserfest.

Für die Vintage rustikale Variante benötigt ihr:

Die verspielte Variante

Gestaltungsideen für die mobile Briefmarke

Falls ihr weder Klarstempel, noch solch einen Stanzer zuhause habt, dann habt ihr stattdessen vielleicht ein paar Sticker irgendwo rumliegen. Warum nicht diese anstelle einer DIY-Briefmarke verwenden? Zugegeben, ich habe bisher keine Tests mit Sticker durchgeführt, würde aber vielleicht die Klebekraft zur Sicherheit noch mit einem Flüssigkleber verstärken.

Mein Tipp: Geziehlt nach Journaling Sticker* oder nach Briefmarken Sticker suchen. Alle anderen Sticker sind meist viel zu groß. Es gibt sogar Briefmarken-Stempel* in Transparent zu kaufen. Wobei ihr auch hier aufpassen müsst, denn die Briefmarken-Sticker die ich meist gefunden habe, sind meiner Meinung nach beinahe zu groß (ca. 3,5 cm). Es bleibt eventuell kaum Platz für den Code und die Empfängeradresse. Besser geeignet sind diese Mini-Briefmarken Sticker.

Und wenn auch hier nichts passendes dabei ist, könnt ihr euch mittlerweile sogar durchsichtiges Stickerpapier für Tintenstrahl-Drucker besorgen und euere Aufkleber komplett selber gestalten!

Gestaltungsideen für die mobile Briefmarke

Wie es, wenn wieder mehr persönliche Briefe schreiben würden, statt nur schnell eine Nachricht zu tippen? Wenn wir uns bewusst Zeit für die richtigen Worte nehmen, die wirklich etwas sagen, unsere Gefühle transportieren und dem Empfänger ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Dann hätten wir wieder Erinnerungen die wir aufheben könnten, um sie von Zeit zu Zeit in die Hand zu nehmen und noch einmal zu lesen. Vielleicht ist genau das die schönste Inspiration?

Vielleicht sollten wir sogar hin und wieder Briefe an uns selbst schreiben und diese erst ein oder zwei Jahre später öffnen. Eine kleine persönliche Zeitkapsel aus Papier sozusagen. Dank der mobilen Briefmarke ist auch der Versand heute total unkompliziert. Wisst ihr was? Das mache ich sogar!

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag ein wenig inspirieren. Schreibt mir gerne in die Kommentare, ob ihr selber schon Erfahrung damit gemacht habt und welche Ideen euch noch dazu einfallen.

Bleibt gesund und bis bald!


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Hallo, schön dass du hier bist. Hier findest du Freebies von meinen Designs, ein paar Reiseerlebnisse und noch allerlei andere Dinge die mich im Alltag beschäftigen, mich bewegen, begeistern, inspirieren und zum Selbermachen anregen. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei. Würde mich freuen!

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