
Bevor ich auf die Idee kam, im Blog über unser gemeinsames Hobby mit meiner Tochter zu berichten, war es mir ehrlich gesagt noch nicht bewusst, dass für diese tolle Freizeitbeschäftigung sogar längst Begriffe existieren wie Fotorallye oder Fotosafari. Und wie kreativ sie praktiziert werden. Ich werde euch die besten Webseiten dazu wie üblich ganz unten im Beitrag verlinken.
Es begann damit, dass meine Tochter immer häufiger darum bat, ebenfalls Fotos machen zu dürfen wenn wir gemeinsam unterwegs waren. Anfangs gab ich ihr noch mein Smartphone, während ich mit meiner DSLR fotografierte. Da ich jedoch für bestimmte Perspektiven stets gerne mein Smartphone benutze, kaufte ich ihr schließlich eine Kompaktkamera. Irgendwann entwickelte es sich automatisch, dass wir begannen regelmäßig Challenges einzuführen. Unsere Unternehmungen wurden dadurch viel spannender und es stellte sich heraus, dass diese Aktivität dazu führt, dass mein Kind viel mehr Spaß daran bekam, gemeinsam neue Orte zu erkunden. So beschloss ich nicht nur über unsere Erlebnisse zu berichten, sondern auch ein paar unserer Erfahrungen und Tipps in meinen Beitrag mit einfließen zu lassen.
Fotochallenge/Fotosafari mit Kindern – Tipps, Tricks und kreative Ideen



Challenge | Schaufensterauslagen fotografieren und dabei die eigene Spiegelung auffangen
Meine Tochter, die eine Tagträumerin ist und gerne in der Fantasiewelt unterwegs, findet Fotosafaris nicht nur spannend, sondern wie ein Werkzeug um die Welt neu zu entdecken. Ich konnte beobachten, wie bei ihr gleichzeitig das kreative Denken, die Aufmerksamkeit und die Beobachtungsgabe gefördert wird. Sei es wenn wir in der freien Natur oder in einer Stadt unterwegs sind. Damit auch ihr davon profitieren könnt, habe ich ein paar Erfahrungen und Ideen in diesen Beitrag mit einfließen lassen.
1. Die richtige Vorbereitung
Bevor ihr loszieht, ist es wichtig einige grundlegende Vorbereitungen zu treffen, damit eure Erfahrungen so angenehm wie möglich werden und der Spaß nicht durch irgendwelche Probleme oder Störungen beeinträchtigt wird.

Die Wahl des richtigen Ortes:
Naturparks oder Wälder bieten eine Fülle an natürlichen Motiven wie Tiere, Pflanzen und faszinierende Landschaften. Können aber für Anfänger oder für die kleineren Kids ziemlich schnell langweilig werden. Zumindest war es bei meiner Tochter der Fall. Nach dem x-ten Baum und Blattfoto, hatte sie irgendwann keine Lust mehr zu knipsen. Zoos oder Tierparks sind da etwas spannender. Hier können die Kinder nicht nur Tiere aus nächster Nähe erleben, sondern sie während dem Fotografieren auch genauer beobachten lernen. Städtische Umgebungen sind unsere bevorzugte Wahl, da hier kaum Grenzen bei der Auswahl an spannenden Fotomotiven gesetzt sind. Angefangen von bunten Schaufensterauslagen Straßenschildern, Plakaten, Graffiti-Kunst bis hin zu Architektur.
Wahl der richtigen Ausrüstung:

- Kameras: Wir bevorzugen vom Gewicht her leichte Geräte und solche, die auch gleichzeitig einfach zu bedienen sind. Fotografiert wird hauptsächlich im Automatikmodus. Meine Tochter war mittlerweile mit unterschiedlichen Geräten unterwegs. Mit ihrer eigenen Kompaktkamera, einem Smartphone und aktuell, mit einer älteren Spiegelreflexkamera (Nikon D3000) von mir. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn sie ehrlich ist, mag sie es am liebsten mit einem Smartphone zu fotografieren, da es alle Vorzüge erfüllt.
- Zubehör: Wir denken stets daran, unsere Foto Props einzupacken, genug Speicherplatz auf den Geräten zu haben und die Akkus natürlich vorher zu laden.
- Kleidung und Ausrüstung: Die Kids sollten bequeme Kleidung und festes Schuhwerk tragen. Auch ist es sinnvoll, wetterfeste Kleidung und einen Rucksack mit Snacks und Wasser mitzunehmen. Besonders wenn man in der freien Natur unterwegs ist.
2. Grundlegendes

Kamerabedienung
Zeigt den Kindern wenn möglich bereits Zuhause wie man die Kamera bedient. Wo der Einschaltknopf ist, wie sich das Objektiv bedienen lässt, wie man zoomt, wo die Aufnahmen gespeichert werden und natürlich auch wo der magische Knopf (der Auslöser/Shutter) ist. Als nächstes übt ihr gemeinsam das Fokussieren und Fotografieren: Lasst sie zunächst einfache Aufnahmen machen. Ein Foto von etwas in der Nähe (z.B. einer Tasse oder einem Spielzeug), dann wie man den richtigen Abstand wählt, um scharfe Bilder zu bekommen. Also wie nah oder fern sie an ein Motiv herangehen müssen.
Bevor wir mit unserer Challenge begonnen haben, habe ich meiner Tochter noch kurz einige Grundlagen der Fotografie erklärt. Wie sie Beispielsweise mit Kompositionen interessante Bilder machen kann, indem sie z.B. den Fokus auf etwas Bestimmtes legt oder wie sie Motive aus unterschiedlichen Perspektiven fotografieren kann.





Challenge | den Fokus auf etwas bestimmtes legen (Hände oder Schuhe auf unterschiedlichem Hintergrund)
Wichtig ist: Lasst die Kinder anfangs selbst entscheiden, was sie fotografieren möchten. Sonst sind sie schnell überfordert und womöglich verdirbt es ihnen den Spaß an der Fotosafari. Sind die Kids geübter, kann man sich an die herausfordernden Challenges wagen.
Einige Beispiele für herausfordernde Fotografie-Challenges

Challenge 1: „Schattenspiele“
- Ziel: Achte auf Schatten, die interessante Formen oder Muster bilden, und fotografiere sie.
- Zweck: Es lässt die Kinder mit Licht und Schatten experimentieren, um spannende und ungewöhnliche Aufnahmen zu machen.
Challenge 2: „Das verborgene Tier“
- Ziel: Suche ein Tier oder Insekt, das sich gut in seiner natürlichen Umgebung versteckt. Zum Beispiel auf einer Blume oder im Busch.
- Zweck: Fördert das genaue Beobachten und hilft den Kindern, Details zu entdecken, die sie sonst vielleicht übersehen hätten.
Challenge 3: „Farben der Natur“
- Ziel: Fotografiere ein Motiv in jeder Farbe des Regenbogens (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett).
- Zweck: Lehrt die Kinder die Bedeutung von Farben in der Natur und fördere ihr Interesse an verschiedenen Farbtönen.




Das letzte Motiv: Plakat auf der Litfaßsäule mit den XXL-Kulleraugen ist ein zufälliges Fundstück
Challenge 4: „Interaktive Fotografie“
- Ziel: Bringe Gegenstände mit wie kleine Figuren, Seifenblasen, selbstklebende Wackelaugen, Zettel mit Botschaften oder Aufkleber, und verändere damit deine Fotomotive
- Zweck: Die Kinder üben kreative Fotografie und den Fokus auf Motive
Challenge 5: „Finde die Zahlen“
- Ziel: Suche dir eine Zahl und fotografiere sie in jeder Form oder Anordnung (die Zahl auf Straßenschildern, Hausnummern, oder als Anzahl von z.B. Mülleimern)
- Zweck: Die Kinder lernen spielerisch die Interpretation und die Übermittlung von Bildbotschaften
3. Anlässe und Gelegenheiten für eine Fotosafari

Familienausflüge eigenen sich hervorragend für eine Fotosafari. Es ist die perfekte Aktivität, um die Zeit miteinander spannender zu gestalten und auch einiges zu erleben, was man womöglich ohne eine solche Challenge nicht erlebt hätte. Ich landete in Esslingen z.B. kürzlich so per Zufall in einem ganz edlen Sektkeller. Eine Fotosafari eignet sich prima als kreative Geburtstagsaktivität, bei der die Kinder in Gruppen auf Entdeckungsreise gehen und ihre besten Fotos präsentieren. Ich könnte es mir aber auch gut für Schulausflüge vorstellen, z.B. als Teil eines Natur- oder Kunstprojekts und natürlich auch währen des Urlaubs oder einem kurzen Wochenendausflug. Hier kann es als spannende Aktivität dienen, um die Reiseerlebnisse kreativ festzuhalten.






Challenge | Alle Aufkleber fotografieren, die man auf seiner Tour entdeckt
4. Fotochallenge-Regeln
Das Töchterchen und ich beachten dabei folgende Regeln: keine Personen direkt fotografieren, ggf. immer erst um Erlaubnis bitten und niemals private Grundstücke betreten. Wenn man in der Gruppe unterwegs ist, sollte man zudem darauf achten, dass alle zusammenbleiben und kein Kind die Gruppe alleine verlässt oder zurück bleibt. Und natürlich, dass die Kinder auf den Verkehr achten. Selbst in Fußgängerzonen sind unachtsame Radfahrer unterwegs. Besonders bei schönem Wetter tauchen sie in Scharen auf!

Challenge: ungewöhnliche Fundstücke auf dem Boden fotografieren
Fazit
Eine Fotosafari oder Fotochallenge, nennt es wie ihr mögt, ist eine wunderbare Freizeitaktivität, den Entdeckergeist der Kids zu wecken und nebenbei die Kreativität und das technische Verständnis in der Fotografie zu fördern. Mit den richtigen Vorbereitungen, spannenden Herausforderungen und einem Fokus auf Beobachtung, wird diese Aktivität nebenbei nicht nur lehrreich, sondern auch zu einem besonderen Erlebnis, der noch lange nachwirkt.
Und falls ihr jetzt noch mehr spannende Aktivitäten sucht, die euch gleichzeitig tolle Fotos liefern, dann schaut mal hier vorbei:
Familienausflug mit Pubertier: Die besten Aktivitäten mit gelangweilten Teenagern – Muttis Nähkästchen

Noch mehr inspirierende Links zum Thema Fotochallenge/Fotosafari
Fotosafari für den Kindergeburtstag – Leben Pur FOTOGRAFIE (mit Aufgaben zum Herunterladen; gratis)
Urlaubsfoto-Challenge – Kreative Fotoaufgaben für Reisende
SnapMe – Das kreative Fotospiel (Für Kindergeburtstage und andere Anlässe)(*)
Fotografieren für Kids – Buchempfehlung(*)
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Wünsche euch viele unvergessliche Erinnerungen und wunderschöne sonnige Tage. Habt ganz viel Spaß auf euren Unternehmungen. Genießt das Leben & bleibt gesund!
Bis bald,

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Ein Kommentar zu „Kreative Fotochallenges mit Kindern“