Burg Hohenneuffen // und eine grandiose Aussicht

Hallo ihr Lieben. Mein letztes Posting ist etwas länger her. Im Moment ist bei mir sehr viel los. Mein Schwesterchen feierte letztes Wochenende, wie schon berichtet, ihre wunderschöne kleine Hochzeitsfeier.

Außerdem ist eine andere Schwester von mir, zusammen mit ihrer Familie und meiner Tante von weit her gereist. Sie alle wollen verständlicherweise für die Dauer ihres Aufenthaltes so viel wie möglich uns und die Umgebung sehen. Da bleibt natürlich nicht mehr viel Zeit für mein Blog.

Hier folgen nun ein paar Eindrücke für euch, von unserem gemeinsamen Ausflug am letzten Samstag. Ich hatte meine Spiegelreflex im Übrigen bewusst nicht mit eingepackt, da die Temperaturen zur Zeit teilweise ins Unerträgliche gehen. Die Aufnahmen wurden mit meinem „Big Apple“ aufgenommen.

An diesem Tag haben wir uns alle ganz spontan verabredete, um die größte Burgruine Süddeutschlands zu besichtigt: die Burg Hohenneuffen, oberhalb der Stadt Neuffen im Landkreis Esslingen.

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Die Burg ist über den Wanderparkplatz (über K1244)  zu Fuß in ca. 15 Minuten locker erreichen

Der Panoramablick von dort oben auf die Schwäbische Alb und den ehemaligen Landkreis Nürtingen ist atemberaubend schön! Unbedingt mal besichtigen, wenn ihr zufällig in der Nähe seid!

Die Burg Hohenneuffen liegt in etwa 730 m Höhe auf einen Weißjurafelsen. Am Rande der Schwäbischen Alb, der sogenannten Vorderen Alb und war bereits im Altertum besiedelt. In der spätkeltischen La-Tène-Zeit (450 bis 1 v. Chr.) bildete er einen Außenposten des bekannten HeidengrabenOppidums, das die ganze „Erkenbrechtsweiler Halbinsel“ der Schwäbischen Alb umfasste. (Quelle: Wikipedia)

Oben im Bild könnt ihr meine lebenslustige und stets gut gelaunte Tante sehen, die den Aufstieg (das letzte Stück zum Burgtor ist ziemlich steil), trotz ihrer Knieprobleme super gemeistert hat.

Nicht mehr weit bis zum schwarzen Tor | Burgruine Hohenneuffen
Die Sicht vom Vorhof auf das schwarze Tor

Wie so oft, wurde auch an diesem Tag eine Hochzeit oben auf der Burg gefeiert, so dass nicht alle Aussichtsplätze innerhalb der oberen Burgmauern zugänglich waren…zumindest haben wir höflichkeitshalber uns nicht gewagt die Hochzeitsgesellschaft deswegen zu stören. Aber dennoch gab es für die Erstbesucher der Burg genug schöne Eindrücke.

Sehr sehenswert sind z.B. die Kasematten. Die waren vor ein paar Jahren nämlich noch nicht begehbar, so dass ich positiv überrascht wurde. Ich habe mich gefragt seit wann das so ist, aber ich konnte im Internet auf die Schnelle leider keine Informationen über den Ausbau der Kasematten finden. Somit gibt es jetzt viel mehr zu besichtigen, was ich großartig finde. Im Übrigen ist der Eintritt zur Burg völlig kostenlos!

Wusstet ihr, dass die Burg erstmals vor ca. 600 Jahren auch als Gefängnis diente? Etliche Gefangene sind hier grausam und qualvoll gestorben. Ob ihre Geister immer noch hier wandern…?

Oben links, unter dem Baum, ist der kleine dunkle Eingang zu den Kasematten zu sehen.

Die Anlagen im unteren Bereich, wie das ehemalige Eugen Tor, die ehemalige Holzbrücke und den unteren Hof, haben wir leider nicht mehr besichtigen können. Die schattigen Plätze am Kiosk, waren einfach zu einladend bei der Affenhitze. Und kurz danach mussten wir auch schon wieder die Heimfahrt antreten, denn für den Abend hatten wir Plätze im La Osteria in Esslingen reserviert. 🙂

Friedrich II. ab 1212 König, von 1220 bis zu seinem Tod 1250, Kaiser des römisch-deutschen Reiches.

„Heinrich von Neuffen unter dem großen Hohenstaufen Friedrich II. (Jahr 1212 u.f.) war der vertraute Rath dieses Kaisers im Kreise der schwäbischen Edeln, Anselm von Justingen, der Grafen Hartmann und Ludwig von Würtemberg, des Pfalzgrafen Rudolf von Tübingen, des Grafen Egino von Urach und anderer.
Er und Anselm von Justingen waren im Namen der übrign treuen Vasallen des Hohenstaufen’schen Hauses nach Italien abgegangen, um Friedrich aufzufordern, sein deutsches Königreich und das Erbe seiner Väter gegen den König Otto, der die Stammgüter des staufischen Hauses im Besitz genommen hatte, zu erobern. Das Glück begünstigte den Erfolg. Als Friedrich im Jahr 1220 nach Itaien zur Kaiserkrönung zog, vertraute er Heinrich von Neuffen die Ausicht über das Herzogtum Schwaben.
Vom Jahr 1220 wird in einer Urkunde Kaiser Friedrich II. ein Ceno von Neuffen genannt, wahrscheinlich ein Schreibfehler statt des bekannten Namens Cuno für Conrad.“  (Quelle: Geschichte der Würtembergischen Vesten Hohenurach und Hohenneuffen und ihrer merkwürdigen Staatsgefangenen)

Die Burg aus der Vogelperspektive

Die Umgebung um Hohenneuffen herum ist wunderschön und sehr sehenswert. Wer gerne wandert, für den gibt es z.B. Wandervorschläge vom Landkreis Esslingen.

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Bildquelle: Wikipedia (CC0)

Falls ihr euch für den Grundriss der Burganlage interessiert: Die grafische Darstellung der Burg. Und einen kleinen interaktiven Ausflug zur Burg könnt ihr hier machen: Virtuelle Besichtigung der Burg. Viel Spaß! 🙂

Weitere interessante Links:
Dreiländertreffen 1948 auf Hohenneuffen
Die Sage vom Neuffener Esel
Historisches Lexikon

Ganz liebe Grüße!
Signatur_frzuckerbroetchen

Verfasst von

Hallo, schön dass du hier bist. Hier findest du Freebies von meinen Designs, ein paar Reiseerlebnisse und noch allerlei andere Dinge die mich im Alltag beschäftigen, mich bewegen, begeistern, inspirieren und zum Selbermachen anregen. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei. Würde mich freuen!

19 Kommentare zu „Burg Hohenneuffen // und eine grandiose Aussicht

    1. Das wünsche ich mir tatsächlich auch oft. 🙂
      Damals muss es wirklich ziemlich beschwerlich gewesen sein, diese Burg zu erreichen, wenn man sich das Umland vor Ort anschaut. Kein Wunder, dass sie lange Zeit nicht einnehmbar war.

      Vielen Dank für deinen Besuch! 🙂
      Ganz liebe Grüße!

    1. Oh, danke schön! Das freut mich jetzt! 😀

      Die Bilder habe ich mit meinem Smartphone (IPhone 7 Plus) aufgenommen und einige Fotos hinterher dann in Lightroom bearbeitet. Unter anderem habe ich zwei Presets (Sunny Day u. Green Magic)verwendet, die ich in meinem Beitrag (https://frauzuckerbroetchen.com/2017/05/29/gratis-3-meiner-lieblingspresets-fuer-adobe-lightroom/) kostenlos bereitgestellt habe.

      Wünsche dir eine wundervolle Restwoche und herzliche Grüße! 😀

    1. Hallo Andrea,

      Oh, vielen Dank! 😀

      Ja, mittlerweile liebe ich es sogar mit meinem Iphone Bilder zu machen, da ich etwas flexibler sein kann. Zum Beispiel drehe ich oft mein Handy so, dass ich mit der Linse ganz nah an den Boden, verspiegelte Oberflächen oder an Wasseroberflächen komme. So entstehen oft großartige Ergebnisse! Mit einer Spiegelreflex wird das alles schon etwas schwieriger…allein schon wegen dem Gewicht.
      Zudem hat das neue Plusmodell ja einen Porträit-Modus, und mit etwas Übung kann man damit wirklich tolle Bokeh-Fotos machen!

      Vielen Dank, dass du vorbei geschaut hast und ganz liebe Grüße! 😀

    1. Vielen Dank! 😃
      Definitiv, abgesehen von der Hitze. Ich bevorzuge eher den Herbst oder Frühling für so einen Ausflug, weil die Hitze einem eher zum Verweilen am Kiosk „zwingt“, aber Tantchen wollte unbedingt mal die Burg sehen. 😊

      Vielen Dank für deinen Besuch!
      Herzliche Grüße!

  1. Das sind tolle Bilder! Da kann ich mich meinen Vorredner(inne)n nur anschließen 😉 Besonders gefällt mir, dass du Unschärfe als Stilmittel nutzt .. ganz im Ernst ich finde das interessant bei Bildern, es erzeugt so eine Spannung 🙂

    1. Oh, danke schön! 🙂
      Ja, zur Zeit macht es mir Spaß mit Unschärfe zu experimentieren. Wobei die schönsten Fotos eigentlich zufällig entstanden sind. Ist ja oft so. 😀

      Vielen Dank, dass du bei mir vorbei geschaut hast und vor allem über deinen lieben Kommentar!

      Ganz liebe Grüße!

Ich freue mich mega über jeden Kommentar!

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