Mein Februar {2020} in Bildern

Wir vermissen dich schmerzlich, Josephine!

Josi, du fehlst!

Es war 10. Februar, gegen 18 Uhr, als mein Smartphone klingelte. Eine Freundin rief an. „Wie geht’s?“ rief ich erfreut ihre Stimme zu hören, doch sie kam gleich zur Sache: „Sag mal, sind deine Katzen alle Zuhause?“. „Nein“, erwiderte ich, „warum?“. Sie: „Bei euch am Haus, die Straße hoch, liegt eine Tote Katze am Straßenrand.“

Stille.

„Oh Gott, ist es eine schwarze Katze?“ fragte ich geschockt? Sie: „Nein, es ist eine weiße, mit hellen und dunkelbraunen Flecken…“. „Oh, nein!! Es ist Josi!!“ unterbrach ich sie laut. Ich musste nun unbedingt nachsehen. Das Gespräch wurde schnell beendet. „Bitte, lass es nicht Josi sein“, rief ich laut vor mir mich hin und war gerade dabei die Wohnung zu verlassen, als mein Mann mir hinterher rief: „Bleib da! Ich werde nachsehen!“ Ich war schon zum Treppenhaus gestürmt und blickte aus dem Fenster. Trotz der leichten Dämmerung sah ich sie sofort. Ihr lebloser Körper lag in einer merkwürdigen Position keine 50 cm vom Gehweg entfernt. Mir kamen beim Anblick die Tränen. Mein Mann lief an mir vorbei und ermahnte mich abermals Zuhause zu bleiben. Er wusste warum. Josi war zwar die Katze von unserem Nachbarn Basti, aber ich liebte sie wie meine eigenen zwei Katzen. Sie durfte uns stets besuchen, wurde mit gefüttert und blieb auch oftmals über Nacht. Basti wusste natürlich bescheid… Ach Josi, du fehlst uns!

Frühlingsgefühle im Februar

Der Frühling kam schon im Februar / Stuttgart / Karlshöhe / 16. Februar 2020

Während die Corona-Kriese für uns in Deutschalnd noch in weiter Ferne schien, erlebten wir im Februar {bei 19 Grad wohlgemerkt] den süßen Vorgeschmack auf den kommenden Frühling. Das war an dem Tag, an dem wir den kleinen M. und seine jungen Eltern in Stuttgart besuchten. Unser jüngstes Familienmitglied hatte nun endlich die kritische Phase überstanden und durfte Besucher empfangen. Wir waren schon ganz gespannt ihn kennen zu lernen. Nach einer Runde Arm nehmen und einem kurzen Plausch bei einer leckeren Tasse Kaffee und Kuchen, verschlug es uns alle nach Draußen. Die Sonne rief, mittlerweile schon ganz laut. Aber sie hatte an diesem Tag alle Erdenbewohner raus gerufen. Die Stadt war voller Leben. Herrlich, was für ein Tag!

Spaziergänge im Februar

Der Februar bescherte uns einige sonnige Tage. Die wurden gerne für ausgiebige Spaziergänge genutzt. Schließlich musste das Immunsystem gestärkt werden. Man hörte ja so einiges in den Nachrichten. Damit unsere triste Spazierstrecke etwas interessanter wurde, dachte ich mir irgendwann spontan ein Fotoprojekt aus. Es ist noch stark ausbaufähig.

Doch es war ziemlich windig bei uns oben auf den Feldern, so dass sich mein DIY-Rahmen (doppelt beklebter Fotokarton) als ziemlich ungünstig entpuppte. Er bog sich je nach Windstärke wie Fähnlein im Winde. Ein Bilderrahmen wäre natürlich perfekt gewesen, aber ich hatte keinen mehr den ich entbehren konnte. Meine Umgebung jedoch war dafür ideal. Es waren kaum Spaziergänger an diesem Tag unterwegs. So erntete ich zumindest bei meinem „Experiment“ keine seltsamen Seitenblicke. Immerhin ein kleiner Trost auf dieser sonst so trostlosen Strecke.

Besuch der S21-Baustelle

Dann besuchte ich wieder einmal die Baustelle meines Ärgers. Irgendwie scheint sich hier optisch weiterhin nicht viel zu verändern, trotz dass die Bauarbeiter emsig am Werkeln sind. Man kann ihnen beim Vorbeilaufen zuschauen, wie sie im abgesperrten Bereich die Maschinen und Fahrzeuge bedienen. Noch immer liegt überall entlang des Bauzauns jede Menge Baumaterial herum. Schaut noch nach eine Menge Arbeit aus. Hoffe jedoch, die Landstraße zum angrenzenden Ort ist zumindest in Kürze endlich wieder befahrbar, denn wir warten schon Monate auf die Freigabe. Kommenden April soll die Sperre aufgehoben werden. Noch kam nichts Gegenteiliges, doch ehrlich gesagt trauen wir Anwohner der Bahn nicht mehr…

Und plötzlich wurde alles weiß…

Und dann kam er doch, der Schnee, Ende Februar. Wenn auch nur für ein paar Stunden. Danach war der ganze Spuk vorbei, als wäre nichts gewesen. Als ich die großen Flocken vor dem Fenster sah, flitze ich schnell und kramte meine gute Kamera hervor. Ich wollte diese Flocken unbedingt einfangen. In meiner Vorstellung knipste ich ein knackscharfes Bild, einer großen fallenden Flocke, so richtig prächtig vor einem duster-winterlichen Hintergrund. Natürlich war die Realität sowas von am Traumbild vorbei… ach könnten wir doch exakt das knipsen was unsere Augen sehen.

Hinaus in die frische Luft gehen konnte ich leider nicht. Das Kind war krank mit Fieber und musste gehütet werden. Ausgerechnet in den Faschingsferien hat es sie erwischt. Arme Maus, dabei hätte sie mich so gerne begleitet. Endlich der erster Schnee im Jahr. So blickten wir also beide aus dem Fester und betrachteten die dicken fetten Flocken, wie sie so sanft auf unser Dorf herabrieselten.

Was sonst noch so im Februar los war

  • der Anschlag, am 17.2. in Hanau hat mich besonders betroffen. Mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen. Es gibt genug negative Schlagzeilen zur Zeit.
  • Für mehr Energie und Freude im Alltag, habe ich wieder in Büchern zum Thema Inspiration gestöbert. Siehe dazu mein Beitrag von neulich: 7 tolle Bücher für frischen Wind, Kreativität und Inspiration.
  • Es gab wieder einige Geburtstage in der Familie zu feiern.

Damit hätte ich eigentlich schon alles aufgezählt, was im Groben bei mir los war. Wie habt ihr den Februar erlebt?

Liebe Grüße und bleibt bitte gesund,

Verfasst von

Hallo, schön dass du hier bist. Hier findest du Freebies von meinen Designs, ein paar Reiseerlebnisse und noch allerlei andere Dinge die mich im Alltag beschäftigen, mich bewegen, begeistern, inspirieren und zum Selbermachen anregen. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei. Würde mich freuen!

3 Kommentare zu „Mein Februar {2020} in Bildern

  1. Schöner Monatsrückblick wenn auch von negative Ereignisse angesprochen wurden.
    Ich muss auf jeden FAll das Foto „zwischen den Häuserschluchten“ erwähnen. Eine mega tolle Perspektive !
    Ich habe im Februar eine Reise nach Prag gebucht für den März aber das ging ja dann jetzt kräftig in die Hose. Habe mich so darauf gefreut !
    Klar Corona hat man im Februar schon gehört aber alles war noch in weiter Ferne. Mehr möchte ich dazu nicht sagen denn wir wissen jetzt wo wir stehen. Es wird unendlich viel geschrieben und ich kann das Wort nicht mehr hören. Ich weiß nur eines, es wird uns gewaltig verändern und für mich ist die Zukunft völlig offen was die Pläne anbetrifft.
    Der wirtschaftliche Schaden wird ins unermessliche gehen und viele Menschen werden die Arbeit verlieren. Länder wie z.b. Italien werden Jahre brauchen um wieder auf die Füsse zu kommen. Für mich das nächste Land was unter den EU Rettungsschirm muss. Wie lange die EU noch hält ist eh fraglich ! waren das in der Vergangenheit kluge Entscheidungen die man getroffen hat ? Ja aber man hat die Schwierigkeiten die entstehen können unterschätzt !
    Nun aber genug davon, tolle Beitrag und bin schon auf den März gespannt ! LG Manni

  2. oh wie traurig mit josi, das tut mir so leid 🙁
    ansonsten… februar, als die welt gefühlt noch normal war. wer hätte gedacht, dass sich alles so schnell ändern kann? schnee hatten wir dieses jahr auch nur 2x für ein paar stunden. letzte woche die ersten richtig frühlingshaften tage, aber momentan ist mir lieber, das wetter ist nicht allzu schön…

Ich freue mich mega über jeden Kommentar!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.