{DIY} Magnetische Kreidetafel-Clips // Und die kleine Geschichte der Polaroid-Bilder

Laut einer Legende, soll eines schönen sonnigen Tages im Jahre 1943, ein kleines 3-jähriges Mädchen ihren Vater gefragt haben, warum sie die geknipsten Bilder nicht gleich sehen kann. Vielleicht wurde diese Frage zuvor schon irgendwo auf der Welt gestellt und vielleicht auch von einem anderen Kind an einen Erwachsenen. Aber dieses Mädchen stellte ihre Frage nicht irgendwann und irgendwem. Nein. Sie stellte sie am richtigen Moment an den einzig richtigen Menschen auf der Welt. Ihr Vater war nämlich kein anderer als Edwin Herbert Land.

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Mr. Land dachte sich daraufhin: „Warum eigentlich nicht? Das müsste doch gehen.“ Und nach einem einsamen Spaziergang war die Erfindung auch schon geboren. Dann folgten einige Jahre Experimente und Optimierungen, bis Land schließlich im Februar 1947 in New York die erste Polaroid-Kamera der Öffentlichkeit vorstellte. Sie war eine regelrechte Sensation für die damalige Zeit! Nach einem Klick und 60 Sekunden Wartezeit, hielt man tatsächlich das fertig entwickelte Foto in der Hand. Und ein Kultobjekt wurde geboren.

Was muss das für ein Gefühl für die damaligen Teilnehmer gewesen sein!

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Und noch heute, 70 Jahre später, ist die Liebe zu Instant-Fotografie ungebrochen. Vermutlich aus dem selben Grund wie damals und sicherlich auch, weil die Bilder durch die Nichtreproduzierbarkeit so wertvoll werden. Zudem lenkt es den Blick des Fotografen wieder auf das Wesentliche. Man knipst nicht mehr wahllos, sondern konzentriert sich wieder auf die Umgebung und auf das Motiv.

Und mit Sicherheit hat der weiße Rand mit dem breiten Streifen unten auch eine gewisse magische Wirkung. Bei mir zumindest. 🙂

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DIY // MAGNETTAFEL-CLIPS

Heute stelle ich euch eine tolle easy-peasy DIY-Idee für eure Magnettafelwand vor (z. B. diese selbstklebende) Ihr benötigt dafür lediglich ein paar Metall-Clips und Mini-Neodym Magnete in 10 x 2 mm. Größer dürfen sie auch schon nicht mehr sein.

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Ihr klappt die Clips wie gewohnt um und platziert den kleinen Magneten genau in die Mitte der Klammerdrähte. Siehe dazu Bild oben. Achtet darauf, dass der Magnet nicht zu weit nach unten rutscht, sonst hat er nicht genug Kraft für eine ausreichende Haftung auf der Tafel.

Tadaaaa, und ganz fix habt ihr was Hübsches für eure Tafelwand gebastelt. 😀

Keine Polaroid-Kamera? Kein Problem!

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Ihr denkt jetzt vielleicht: „Ach Menno, ich hätte jetzt gerne auch ein paar tolle Polaroid-Fotos dazu, besitze aber keine Polaroid-Kamera oder einen Instax-Drucker!“ Halb so schlimm, auch dafür gibt es eine Lösung.

Ihr könnt euch den Effekt oder eine Vorlage dafür einfach in eurem Grafik-Programm basteln. Falls ihr kein Grafikprogram habt: es geht auch mit Microsoft-Word. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Grundtechniken beherrscht, denn es erfordert ehrlich gesagt etwas Fummelarbeit…

POLAROID-FORMAT in Microsoft Word erstellen

  1. Ein leeres Word-Dokument öffnen.
  2. Nun zwei Quadrate in unterschiedlichen Größen übereinander platzieren.
  3. Jetzt ein Rechtsklick auf das kleine Quadrat im Vordergrund -> dann oben auf das Symbol Füllung (Reiter „Einfügen“ in der Menüzeile muss zuvor im Word ausgewählt sein!) klicken
  4. Jetzt im Menü unten auf Bild klicken.
  5. Nun wählt ihr euer Wunschbild von der Festplatte aus.
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Hier im Beispiel mit Word 2016

Wichtiger Hinweis: Die Bilder werden nach dem Einfügen eventuell etwas verzerrt, vor allem wenn die Bildgröße zu unterschiedlich ausfällt!

Zur Not könnte man natürlich den typischen weißen Rand auch mit Lineal und Bleistift auf dem Fotopapierausdruck vorzeichnen und ausschneiden. Jeder wie er mag.

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BACK TO THE ROOTS

Ich liebe Polaroid dafür, dass es uns wieder zurück besinnt, den richtigen Moment für eine perfekte Aufnahme abzuwarten und unsere Umgebung wieder mit neuen Augen anzusehen. Ist es euch auch aufgefallen, dass man z.B. früher viel mehr Gruppenfotos gemacht hat als heute? Sollte ich bei uns wieder einführen. 🙂

Also liebe Familie, ab sofort werde ich euch nerven, bis ich meine Gruppenfotos habe! *lach*

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Wusstet ihr, dass Edwin Herbert Land die Vorstellungen und Werbekampagnen für sein Produkt so perfekt inszeniert hat, dass sie Steve Jobs inspiriert haben sollen? „Der Mann ist Nationalheiligtum“, soll er später über Land gesagt haben.

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POLAROID-LOVERS auf INSTAGRAM

Falls ihr nicht auch schon selbst beim Swipen dort über sie gestolpert seid, stelle ich euch hier ein paar Liebhaber des Kult-Formates vor, die ich kürzlich auf Instagram entdeckt habe. Heute mal ohne Vorschau. 

noahwaldek
sandy.skene
polaroid-mani
joshua.oldfield
polarografen

 

Mehr Wissenswertes zum Thema POLAROID

# Nicht Wedeln! Da die teuren Sofortbildfilme licht- und wärmeempfindlich sind, rät der Wiener Polaroid-Experte Thomas Preyer, die Kamera bei Kälte nahe am Körper zu tragen und das Foto später irgendwo in der Innentasche entwickeln zu lassen oder sie mit der lichtempfindlichen Seite nach unten zu legen. Direktes Sonnenlicht macht die Bilder nämlich blasser. Das Wedeln ist eher kontraproduktiv. Es diente früher dazu die Oberfläche der Fotos trocknen zu lassen. Das ist heute nicht mehr notwendig.

# Der Erfinder Edwin Land war übrigens auch ein Liebhaber von Kunst. In den 50er Jahren verteilte er seine Kamera an junge Fotografen. Mit Hilfe der Ergebnisse wollte Land seine Filme verbessern und bekam so gleichzeitig Bilder, mit denen er die hervorragende Qualität seiner Erfindung bezeugen konnte. So entstand die Polaroid Collection mit circa 23.000 Fotografien von über 2.000 Fotografen.

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# Der US-Amerikaner Jamie Lewingston knipste 19 Jahre lang bis zu seinem Tod jeden Tag ein Polaroid-Foto. Heute kann sich jeder seinen Lebenswerk mit mehr als 6500 Bildern ansehen. Ein Freund von ihm hat nun daraus ein Buch veröffentlicht.


Weitere Infoquellen:

http://blog.polaroid.com/
susannahconway.com
blog.photo-lang.de
polaroidart.blog/
augsburger-allgemeine.de/
coffeebreak-blog.de/


Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag heute zum Nachmachen inspirieren. Lasst es mich wissen! Ich würde mich sehr darüber freuen.

Ganz liebe Grüße!
Signatur_frzuckerbroetchen

Verfasst von

Hallo, schön dass du hier bist. Hier findest du Freebies von meinen Designs, ein paar Reiseerlebnisse und noch allerlei andere Dinge die mich im Alltag beschäftigen, mich bewegen, begeistern, inspirieren und zum Selbermachen anregen. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei. Würde mich freuen!

9 Kommentare zu „{DIY} Magnetische Kreidetafel-Clips // Und die kleine Geschichte der Polaroid-Bilder

    1. Hallo Manni,
      freue mich wirklich sehr, dass ich dich für das Thema interessieren konnte. 🙂
      Bis vor einiger Zeit wusste ich auch nicht, wie weit die Erfindung der Polaroid-Fotografie schon zurück liegt. Ich dachte irgendwie, die Kamera wurde irgendwann in den späten 60ern erfunden. Weit gefehlt!

      Gefällt 1 Person

  1. Was für eine tolle Idee mit den Polaroids… …gefällt mir super gut. Solche Clips habe ich übrigens vor einer Weile in den Tiefen meines Schreibtisches gefunden… ..na da weiß ich ja jetzt wofür ich die benutzen kann.

    ..und, hey wie cool, da ist ja auch ein Foto von BB Kings Beale Street Bar drauf. Ich habe ein Foto von mir, auf das ich recht stolz bin. Ich habe einen Straßenmusiker in der Beale St. mal überredet, mir kurz seine Gitarre zu leihen und mich spielen zu lassen (ich spiele grottenschlecht)… …ich kann jetzt aber sagen, dass ich schon mal in der Beale St Musik gemacht habe. 😀 😀

    Die Geschichte von Edwin Land finde ich auch klasse. Bin in Berlin mal zufällig in eine Ausstellung gestolpert in dem ein deutscher Fotograf ein Projekt mit Einwegkameras in Slums gemacht hat. Er hat den Kindern die dort leben die Kameras in die Hand gedrückt und diese haben dann ihr Leben dokumentiert. Da waren wirklich unglaubliche Fotos dabei… …bewegend, stolz.. …so menschlich. War echt begeistert.

    Liebe Grüße, Markus

    Gefällt 1 Person

    1. Danke schön! 😊

      Hahahaha! Einfach klasse, deine Beale Street Story! Auf die Idee wäre ich glaube ich gar nicht gekommen! Hammer! 😂👍🏻

      Warst du dort auch in der Withers Collection Gallery? Die Bilder von Dr. Ernest C. Withers sind einfach großartig! Ich war sehr beeindruckt! Memphis ist an sich eine tolle Stadt. Werde demnächst einen Bericht über unseren Aufenthalt dort schreiben.

      Liebe Grüße! 🙋🏻‍♀️

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